Wie mache ich den Sportbootführerschein

Da einer unserer Söhne kurz davor ist, die Prüfung für den/die SBF abzulegen, kam ich auf die Idee, mal darüber zu schreiben.

Brauche ich aber gar nicht, denn das habe ich schon vor vielen Jahren in meinem anderen Blog. Und das alles stimmt so noch, deswegen verweise ich einfach mal für Interessierte mit einem Link dahin:

Wie mache ich den Sportbootführerschein

Hier, in unserem Slocum-Blog, kann man sicher noch auf einige Details eingehen. Das machen wir dann nach und nach. Hoffentlich vergesse ich das nicht 😉

Der Ritt durchs Watt

Gestern sind wir von Wangerooge nach Neuharlingersiel gefahren, Angela schrieb ja schon darüber. Im Gegensatz zu Freitag war das Wetter weit entfernt von einem schönen Segeltag. Es waren den ganzen Tag 5Bft mit 6er Böen aus südwestlicher Richtung vorher gesagt, manchmal auch mehr und so pfiff es auch den ganzen Tag. Wir überlegten uns sogar schon Optionen: Nur nach Harlesiel, mit dem Westwind zurück nach Hooksiel oder gar mit der Fähre?
Wenn man noch nicht all zu viel Erfahrung mit dem Revier, dem Segeln oder dem Bootfahren allgemein hat, dann ist es für den Anfänger wirklich beeindruckend, wenn sich die 6er Böen durch die Masten, Fallen und Wanten laut bemerkbar machen: Es klappert und pfeift im Hafen permanent und aufdringlich und wenn man dann noch die weißen Wellenkämme „draußen“ auf dem Wasser sieht… aber nichts desto trotz startet zwei Stunden nach Niedrigwasser der ein oder andere Segler seine Vorbereitungen zum Ablegen und zwei Stunden vor Hochwasser hat der halbe Steg abgelegt. Da ist keiner vom Wind beeindruckt (was nicht bedeutet, die hätten keinen Respekt vor der See) und führe deswegen nicht los. Man muss ja aber nicht zwingend durchs Gatt, wenn dort eine 5 steht…
Wir entschieden uns „nur“, dieses mal den unteren Wattweg an Spiekeroog vorbei zu nehmen, statt wie im Urlaub letztes Jahr den nördlichen… damit ersparen wir uns, so weit ins Harle-Seegatt hoch zu fahren.*

Und von Hooksiel zu uns ist es eigentlich nicht weit

Die Überschrift ist eigentlich ein Kommentar von Andreas. Doch ich musste darüber nachdenken, weil er im Grunde recht hat, denn Carolinensiel ist doch quasi um die Ecke von Hooksiel, aber… tja, welches Aber? Jemand, der sich in unserem Teil unseres Vaterlandes einigermaßen auskennt, weiß, dass es von Oldenburg zur Küste nicht weit ist. Eine gute Stunde Fahrt, und man ist an der Deutschen Nordseeküste. Und grob ist damit alles zwischen Esens und Bremerhaven abgehakt. Mit dem Auto.
Mit einem Boot auf dem Wasser sieht das gaaanz anders aus.

Urlaub – Good morning, Langeoog

Na gut, eigentlich war es nicht morgens sondern Nachmittag, als wir auf Langeoog ankamen. Aber da meine letzten beiden Beiträge Buch- bzw. Filmtitel im Namen hatten (falls es überhaupt jemand bemerkt hat), wollte ich das bei diesem auch machen und mir fiel nichts passenderes ein.
Gegen 14:30 sollte auf Langeoog Hochwasser sein, also machten wir uns ab 12:15 auf Spiekeroog startklar. Der Weg am Seegat vorbei war etwas zäh und hubbelig, aber der Rest war Prickenwegmässig seicht (bis auf ein paar überraschende grössere Wellen und einem an den Pricken entgegenkommenden Ausflugsdampfer…). Wasser hatten wir immer genug, nie weniger als 1m unterm Kiel. So konnten wir um 15:10 im Hafen von Langeoog festmachen.

Urlaub – Wer stirbt schon gerne unter Pricken

Mittwoch sollte es dann weiter nach Westen gehen, erstmal Spiekeroog. Das Wetter war die ganzen Tage so dermassen wechselhaft, dass die üblichen Vorhersage-Dienste eigentlich immer daneben lagen, wenn es länger als einen halben Tag in der Zukunft war.
HW in Spiekeroog sollte gegen 12:30 sein, also müssten wir spätestens 10:00 los. Wir standen zeitig auf, frühstückten und von draussen lugte die Sonne in die Kajüte. Und man hörte den Wind. Aus Westen. Wo wir hin wollten. Als Angela duschen war, stellte ich mich ins Cockpit und blickte lange Zeit auf das Wasser. Einige Boote fuhren sogar raus. Draussen hatten alle Wellen weisse Kämme. Und ich schaute Richtung Watt, nicht auf die Nordsee raus! Ein Boot, welches tapfer nach Westen abbog, konnte ich noch lange Zeit bequem verfolgen, denn es kam quasi nicht voran, hüpfte nur in den Wellen auf und ab. Wie schnell war es? Einen Knoten? Und damit am Gatt vorbei? Nein danke, das mache ich nicht mit! Mir wurde richtig kalt im Cockpit, weil der Wind mit der Zeit durch die Klamotten ging, während ich die Umgebung prüfte. Als Angela wiederkam, hatte sie offenbar schon den gleichen Entschluss getroffen, auch wenn wir beide das voll doof fanden, denn wir wollten doch gerne weiter. Nein, nicht ärgern: Das ist eben so. Nur schade, da wir ja jetzt Urlaub haben. Wenn die Vorhersagen einigermassen stimmen sollten, wird Freitag eine gute Möglichkeit sein, sich auf den Weg zu machen. Und das war auch so, denn diesen Beitrag schreibe ich am Steg im Hafen von Spiekeroog. Wie wir hier her kamen erzähle ich in einem späteren Artikel.