Live Update – Norddeich

Gestern sind wir eben von Norderney nach Norddeich gesegelt. Auch wenn es für das kurze Stück nicht sein muss, haben wir die Route am iPad mit Navionics geplant.

Dieses mal „automatisch“. Hier bei gibt man nur Start- und Endpunkt ein und die App berechnet den Kurs. Und weil dabei 7 Meilen rauskamen wurde ich etwas stutzig, das sollte doch etwas weniger sein? Als ich mir die Route anschaute, war ich etwas baff: Es wurde über das Busetief berechnet, was früher (vor ein paar Jahren) mal das Fahrwasser war, nun aber gar nicht mehr betonnt ist. Auch nicht in der App… der eigentliche Tonnenstrich läuft ein ganzes Stück östlicher. Aber man fährt ja eh nur den B-Tonnen nach.
Natürlich legte gleich nach uns die Fähre ab und natürlich gab es beim Gatt zwischen Norderney und Juist trotz wenig Wind und ruhigem Wasser ordentlich Dünung. Das kannten wir zwar vom letzten Mal, aber nun hätten wir damit nicht gerechnet. Woher kommt das bloß?

Live-Update 11.Juli: Ratet mal

Schon am Donnerstag abend sind wir nach Neuharlingersiel angereist. Nachdem die Wetter/Windvorhersagen von Anfang der Woche bis Donnerstag immer besser wurden, waren wir optimistisch, den langen Schlag aussenrum nach Norderney machen zu können (unter anderem hier nachzulesen).

Nach Wangerooge 2

Holger

So, weiter gehts (nach Teil 1):

Als wir in die Harle-Ansteuerung einbogen (H4 haben wir knapp Steuerbord gelassen), fing das auflaufende Wasser an, uns zu schieben. So steuerten wir mit über sechs Knoten auf das Seegatt zu. Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell die Tonnen dann doch nahe kommen… auf jeden Fall konnten wir Buhne H gut passieren und danach gehen die H-Tonnen ja weiter bis zum Hafen. Für mich war das alles sehr spannend, ich schielte immer mit einem Auge zum Echolot. Aber es war immer Wasser genug da. Es war ca. halbe Tide und ich meine, an der Barre hatten wir noch über 1,8 Meter unterm Kiel (TG 1,45m).

Nach Wangerooge 1

Holger

Angela und ich hatten zwei Wochen Urlaub und wollten Richtung Holland segeln.  Leider bekam Angela Probleme mit dem Ohr, damit wollten wir vorsichtshalber nicht lossegeln. Also haben wir kurzentschlossen ein Wochenende mit „Kiel-Oslo-Kiel“ verbracht. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt! Schon allein das Fram- und das KonTiki-Museum waren es wert (Sollte ich darüber noch mal einen kurzen Bericht schreiben?).

So kam es, dass wir nur das Ende unserer geplanten Fahrt durchgeführt haben: Wangerooge auf eigenem Kiel. Das ist sowohl für uns als auch für unser Schiff was besonderes. Für die Slocum, weil sie dort gebaut wurde und weil der Vorbesitzer immer gern vor Wangerooge Ost geankert hat (so erzählt es uns jeder, der Peter kannte) und für uns, weil wir dort noch nie auf eigenem Kiel waren.