Happy Birthday, Slocum!

Ich dachte, ich hätte es hier im Blog schon mal erwähnt, aber ich habe nichts gefunden. Also mache ich das jetzt:
Wir wissen, dass die Slocum Baujahr 1968 ist. Was wir nicht wissen, ist das exakte Datum der Kiellegung, Erstwasserung oder Taufe. Aber weil ich finde, dass so ein schönes, altes Segelschiff auch einen Geburtstag haben muss, wurde ich einfach etwas, äh, kombinatorisch kreativ. In den Unterlagen, die ich mit dem Boot erhalten hatte, fand sich eine Kopie des Ausweises über das Kleinfahrzeugkennzeichen EMD-A 234. Und dieser Ausweis wurde am 08.05.1995 ausgestellt:

Gudrun gegen Corona-Frust

Das sind für jeden von uns keine leichten Zeiten. Wobei wir uns auf keinen Fall beschweren wollen: Wir haben einen großen Garten und einen Teil der Familie in direkter Nachbarschaft. Aber diese Webseite dreht sich ums Segeln im Speziellen und Wassersport im Allgemeinen. Und nicht nur, weil unsere Pläne gründlich verhagelt wurden sondern auch, weil jetzt echt die Zeit wäre, mit der Slocum auf dem Wasser zu sein…. ach, es ist doof, aber es ist so.

die Brücke brückt

Als es die letzten Sommer so heiss war, da gab es ein Motto bei uns im OYC an der Buschhagen-Halbinsel: Die Schleuse schleust, aber die Brücke brückt nicht. Die alte Cäcilienbrücke funktioniert bei Hitze nicht mehr so gut und dieses Jahr, 2019, wurde sie im Sommer sogar auf eine Höhe festgesetzt und Radler etc. mussten über Rampen & Co. die Brücke erklimmen. Binnenschiffer mussten den Tidenkalender statt der Funke bemühen, was nicht immer funktionierte. Seit Anfang Oktober brückt sie erstmal wieder, es ist ja nicht mehr so heiss.

Unser PiPi

Ja nee. Natürlich geht es nicht um flüssige Ausscheidungen unserer Körper. Es geht um ein maritimes, sinnvolles Zubehör: Mitsamt unserer Slocum hatten wir eine Selbststeueranlage erworben. Einen elektrischen Autopiloten, bei unserem Boot naturgemäss ein Pinnenpilot. PInnenPIlot. Also einen PiPi. Es ist keine Erfindung von uns, sondern allgemeiner Usus, das so abzukürzen. Genauso ist es üblich, diesen Selbststeuerungen einen „realen“ Namen zu geben, wenn man sie höchstpersönlich an Bord einsetzt. Die Begründung: Ob man nun eine Windfahne hat, einen Autopiloten für die Radsteuerung oder eben nen PiPi: Dieses Stück Technik steuert selbstständig den gewünschten Kurs so gut es geht und ist damit eigentlich ein vollwertiges Crew-Mitglied. Und so liegt es nahe, dieses Wunderwerk aus dem neutralen Raum der technischen Geräte empor zu heben und ins menschliche Zusammensein zu integrieren: Wir verpassen dem PiPi einen Namen.

Schwanengesang

Es ist ja nicht lange her, dass ich über die vermutlich letzte Reise der „Schwan von Oldenburg“ berichtete. Schon zwei Tage später gab es etwas Hoffnung, denn als ich mir das ehemals stolze Schiff an Land anschaute, konnte man sehen, dass jemand den Rumpf geschallt hatte (Mittels Schallen kann man die Wandstärke des Rumpfes ermitteln):

Man erkennt die mit Kreide notierten Wandstärken am Rumpf (7.November)

Das lässt einen doch Mut schöpfen, zumal keiner der notierten Werte kleiner als 3,x mm war. Dazu gab es noch Gerüchte, dass sich eine Gemeinschaft gefunden hätte, die den Schwan von Oldenburg erhalten wollen. Diese Gerüchte hielten aber nicht lange an, denn schnell sprach sich herum, dass Kapitän Kruse die Schwan nun doch abwracken lässt, von Springer & Sohn.