Was wir noch erlebt haben im Nassauhafen

Schon als wir an Bord gingen, kam es uns merkwürdig vor: Die Slocum war relativ weit weg vom Fingersteg. Wir waren doch sonst sorgfältiger mit dem Festmachen des Bootes? Ich schob es darauf, dass sich die Leinen noch etwas gelängt hatten, ist ja immer etwas Reck drin.
So saßen wir unten in der Kajüte und wärmten uns auf. Und wie der Wind unser Boot hin und her schiebt, da fiel uns doch auf, wie sehr sich das Boot bewegt. Also turnte ich aufs Deck und wollte die Vorleine dichter holen. Auf dem Vorschiff wunderte ich mich, dass die Vorleine so doof um die Relingstütze gelegt wurde… und dann erkannte ich es: Die Lippklampe war weg! Eine gute, alte, solide Bronzeklampe! Ich muss gestehen, dass ich gleich zur Backbordseite nach der anderen Lippklampe blickte, mit dem Gedanken, das jemand die geklaut hätte… wie schlecht von mir. Nein, es war der Wind. Und wenn man sich die Stelle in der Scheuerleiste genau ansah, dann erkannte man auch, wie die Schrauben dort schräg nach aussen rausgezogen wurden: Mit jedem Einrucken in die Leine bekam die Klampe einen Schlag und nach dem hundertsten oder wie viel auch immer gibt jeder mal nach, so auch die drei Schrauben der Lippklampe. Diese musste nun irgendwo unten im Schlick liegen. Es war gerade nach Hochwasser. Wie flach wurde es hier? Wer von uns würde tauchen? Wie gut, dass meine Herzallerliebste sich gerade eine neue Taucherbrille gekauft hatte, die musste doch ausprobiert werden! Sie sah das überraschenderweise ganz anders, sie hätte ihren Neoprenanzug nicht mit. Das stimmte zwar, aber was für eine lahme Ausrede! Meine war viel besser: Ich bin echt Wasserscheu. Ich bin gern am Wasser und auf dem Wasser, aber nicht im Wasser.

Nochn Name: Das Bord-Fahrrad

Fleissige Leser dieses Blogs kennen schon Joshua, Gudrun, Andreas und seine Frau Iris, und sogar Boris wird einmal am Rande erwähnt (Schatz, vielleicht schreibst du mal einen Beitrag über Boris?). Da ist es doch keine Überraschung, wenn wir noch weiteren Ausrüstungsgegenständen einprägsame Namen verpassen. Und auch, wenn es so wirken mag: Das ist keine Willkür, da steckt ein Konzept dahinter! Wenn auch ein etwas wirres Konzept mit sehr laschen Bedingungen…

Wann hört das eigentlich auf?

Mit der Frage im Titel meine ich natürlich nicht das segeln sondern die ganzen Basteleien an Bord. Es sind ja nicht nur die Dinge, die einfach mal repariert oder getauscht werden müssen, wie z.B. der große Schlauch an der Toilette (ausgebaut ist der alte schon, muss nur noch einen neuen besorgen und wieder einbauen) oder ein Kabel, das sich gelöst hat. Nein, dazu kommen die ganzen Ideen, wie man was anders und besser machen könnte. Was ich so aktuell aufm Zettel habe: