AZ21 – Wo sind wir und wo wollen wir hin

Die erste Frage im Titel dieses Beitrags ist leicht beantwortet: Ihr müsst ja nur unser Tracking (oder wahlweise Angelas WhatsApp-Status) beachten und seid genau im Bilde!

Wir liegen vor Anker in der riesigen und eigentlich einzigen aber sehr schönen Bucht mittig südlich von Drejö. Als wir ankamen, waren ganz tief in der Bucht schon drei Segler, die ankerten. Während wir zu Abend gegessen haben, im Glasklaren(!) Wasser badeten (puh, ist ein eigenen Beitrag wert), und dann aufs Vorschiff gingen, um unseren Sundowner-Heinecken zu geniessen (das war so kitschig schön: Klasse!) kamen noch mehr Boote, so dass es schliesslich ein ganzes Dutzend war. Und aber keiner traute sich weiter in die Bucht, als wir es waren… wobei wir schon nicht so weit reingefahren sind, wie ich eigentlich wollte. Ich zeige euch mal das Bild vom Tracking, dann kann ich das besser erzählen:

Das Motto der Ostsee

Links und rechts (wo eigentlich kein Platz mehr ist) von uns liegen Boote unter Deutscher Flagge. Zwei Boxen weiter auch. Im Fischereihafen, der genau daneben liegt, aber eine eigene Einfahrt hat, sieht man auch viele Adenauer. Und die Lücken dazwischen sind aufgefüllt mit dänischen Booten. Sogar Lücken, die gar nicht vorhanden sind: Ein 12m-Segler liegt am Kopf-Ende eines zwei Meter breiten Steges, andere haben längsseits an vorhandene Steglieger festgemacht.

Der nette Segler neben mir ist einhand unterwegs und wir plauderten so über das wohin und woher und natürlich lobten wir Lohals, weil es hier so schiffig, heimelig und dänisch ist. „Geheimtipp Lohals“ rutschte ihm raus. Wir guckten uns beide schweigend im Hafen um und dann in die Augen. „War wohl mal“.