Die notrufgebende WettertrackingMailsau

Ich wollte euch ja noch mitteilen, wie ich das Tracking realisiert habe, das ihr auf dieser Seite „bewundern“ könnt.

Das ganze Geheimnis lautet: Garmin Inreach. Darauf Aufmerksam wurde ich durch ein Video von Martin „MJambo“, dort stellte er sein Inreach Mini vor. Und ich war so angetan, dass ich mich weiter informiert habe und muss sagen: Als Segler will man genau das, denn es ersetzt bzw. ergänzt wichtige (und unter Umständen auch teurere) Ausrüstung an Bord. Ich mache mal eine kleine Liste. Dazu noch der Hinweis: Das Gerät braucht kein Handy-Netz oder SIM-Karte oder oder, es nutzt bewährte Satelliten-Technik (meines Wissens Iridium), damit hat man praktisch überall auf der Erde eine Verbindung. Das wiederum ist natürlich nur interessant, wenn man längere Fahrten macht, auch fern ab der Küste. Braucht also nicht jeder. Aber cool ist es so oder so 🙂

Staande Mastroute – Groningen

Als die Idee konkreter wurde, auf der Staande Mastroute zu fahren, brauchten wir natürlich auch weitere Informationen. Und entgegen meiner Annahme, das Netz sei voll davon, war es gar nicht so einfach, „vernünftige“ Informationen zu finden. Deswegen notiere ich hier in einer lockeren Artikelserie mal einige Highlights und navigatorische Tipps.

Angela hatte eine niederländische Broschüre gekauft. Die war nicht einfach zu verstehen, aber mit etwas Erfahrung und Mühe kam man klar. Es waren auch einige Infos (Telefonnummern, z.B. von Henk) nicht aktuell. Desweiteren gibt es nicht „die eine“ Staande Mastroute sondern eine nördliche, eine südliche, eine westliche, hinterm Ijsselmeer usw. Da soll man sich erstmal zurecht finden! In der Broschüre waren auf jeden Fall nicht alle Routen drin… wenn es euch genau so geht: Vielleicht helfen diese Artikel hier ja mal weiter.

Langfahrt und Planung

Wann hatte ich angefangen, unsere geplante Langfahrt hier konkret zu erwähnen? Das war Anfang März… und dann kamen die Corona-Folgen, die schliesslich dazu führten, dass wir unseren Törn abgesagt bzw. verschoben haben.

So weit waren wir im Kopf
Bis zum Zeitpunkt der Absage hatten wir einiges organisiert. Schon der Haufen an Hafen- und Revierführern ist beachtlich. Dazu die etwas detailliertere Törnplanung: Wann könnten wir in welchem Hafen sein, wie lange brauchen wir dorthin und wie gehts weiter?

Wie man eine Wattfahrt plant – Teil 2

Wir wollen also von Hooksiel nach Wangerooge (siehe Teil 1). Sagen wir: Nächsten Freitag, den 28.08.2020. Ein schönes Wochenende auf der Insel, das wäre was!

Hochwasser Wangerooge ist laut Gezeiten-kalender.de: 28.08.2020 20:37 CEST
Das passt doch super, da können wir noch vor Sonnenuntergang da sein! Aber von Hooksiel zur Einfahrt bei Minsener Oog (Punkt A im Bild unten) sind es ca. 6sm, und wir müssen gegen das auflaufende Wasser, also zeitig los! Ich rechne mit max 3kn über Grund, wir wollen knapp vor Hochwasser auf Wangerooge sein: Für die 8 Meilen Watt 2 Stunden, für die 6 Meilen auch, ergibt: 16:30 los. Da nehmen wir die 16:00Uhr-Schleuse. Was müssen wir noch wissen? Wie tief ist das Watt! Wir schauen beim Wattsegler:

Gegenwind im Paradies

Unsere drei Wochen Urlaub waren schön und spannend. Im Nachhinein weiß man aber natürlich, was man hätte anders machen sollen. Unsere grundlegende „Fehl“-Entscheidung war, zu Beginn auf Norderney Hafentage zu machen. Denn dann kam eine Schlechtwetterphase, die uns noch länger auf der Insel festhielt. Und durch diese drei Tage verschob sich unser „Reise/Windverhältnis“ zu unseren Ungunsten.