Nach der Reise ist vor der Reise

Noch keine vier Wochen wieder im Alltag, da haben wir uns bereits festgelegt: Es geht bald wieder los, wir wollen wieder auf Langfahrt! Wobei „bald“ natürlich relativ ist.

So schön es daheim auch ist, so geräumig und bequem, so toll es ist, Freunde und Verwandte wieder zu sehen und zu treffen, so sehr zieht es uns wieder zurück aufs Boot: Angela und ich brauchten uns gar nicht lange in die Augen sehen, ruckzuck wurde aus einer Idee der neue Plan: Wir werden für ein ganzes Jahr unterwegs sein und dann geht es wirklich ins Mittelmeer!
Die genauen Details stehen noch nicht fest. Ursprüngliche Idee war: Im Herbst (oder noch später im Jahr) könnten wir starten, während des Winters binnen über Flüsse und Kanäle durch Europa und im Frühjahr dann im Mittelmeer ankommen. Dort würden wir dann eine schöne Zeit verbringen, um später rechtzeitig den Weg außen rum anzutreten: Über Gibraltar, Biskaya, Ärmelkanal und Nordsee zurück nach Hause. Nach aktuellem Stand werden wir aber auf dem Hinweg außen entlang fahren und dann… Einerlei, das klärt sich.

Was auch schon geklärt ist: Angela kann ein „Sabbatical“ planen. Dafür verzichtet sie für die nächsten Jahre auf ein Teil ihres Gehalts und bekommt diesen dann, während wir unterwegs sind. Das gibt auch den Zeitrahmen vor: Im August 2025 wollen wir starten. Und ich? Ich mache das „irgendwie“, das kriege ich schon hin.
Es gibt auch noch einen Punkt, der noch nicht geklärt ist: Machen wir diese Reise auch mit der Slocum? Wir sind hin und her gerissen. Unsere fünf Monate an Bord haben uns ja ziemlich gut gezeigt, was geht und was nicht… wird das auch so im Mittelmeer etc. gehen? Können wir das? Wollen wir das? Jünger werden wir nicht… aber eben ein anderes, passendes Boot holen ist dann auch nicht so einfach. Mit Slocum hätten wir ja ein hochseetaugliches Boot, wenn auch nicht nach zeitgemäßen Maßstäben. Und sie ist ein robustes Schiff.

Bis dahin haben wir uns auch noch was anderes vorgenommen: Unser Haus, unseren Alltag entrümpeln. Es hat sich so viel angesammelt und das oberallermeiste brauchen wir gar nicht. Wir wollen uns von Ballast befreien. Das meiste werden wir wohl wegwerfen, aber es sind durchaus noch Sachen, die einen realen Wert haben. Da werden wir versuchen, das nach und nach zu verkaufen… das könnte für so manchen ein Schnäppchen bedeuten, denn ich bin ein schlechter Verkäufer und freue mich einfach, wenn andere etwas gebrauchen können, was bei mir nur rumliegt 🙂

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