AZ21 – die letzte Nacht

Da wir uns auf Grund des Wetters entschieden haben, einen Tag eher in Oldenburg einzulaufen, ist das nun die letzte Nacht an Bord der Slocum während unserer Auszeit.

Natürlich steht es uns jederzeit frei, weitere Nächte an Bord zu verbringen, aber „die letzte Nacht“ hat schon was sentimentales. Wir sind nahe der Heimat und haben eine lange, tiefe Erinnerung an das Kielwasser hinter uns. Aber Morgen können wir nicht einfach im Bett liegen bleiben, wie es uns gefällt, denn die Tide befiehlt: Halb zehn legt ihr ab!

Heute haben wir beim SWE gegen 17:00 Uhr abgelegt und sind zur Schleuse getuckert. Am Wochenende ist diese ab 15:00 Uhr besetzt und um 16:21 Uhr war Niedrigwasser. Fas problemlos fuhren wir in die Schleuse, wurden 2,4m  runtergeschleust und fuhren dann raus auf die Weser. Immer wieder beeindruckend, egal wie oft man das mit macht: Sobald der Flutstrom uns erfasste, hatten wir deutlich über 5 Knoten Fahrt und ich steuerte in die Hunte. Dieses spezielle Stück Hunte zwischen dem Sperrwerk und dem Stadtanleger vergesse ich aus irgend einem Grund immer in meiner Planung und so fahre ich da immer wieder mehr oder weniger überrascht an allem vorbei. Am Steg war es überraschend voll (ich will nicht sagen, dass die dort liegenden Motorboote unnötig viel Platz zwischen den Booten verschwendet haben), so mussten wir fast ans Ende vom Steg, wo früher die Prenzlau lag.  Da war es auch so weit weg vom Stromkasten, dass wir uns das Kabel-legen gespart haben. Diese eine Nacht geht problemlos „auf Akku“, denn was vor Anker funktioniert, geht auch am Steg 😉

Und schon bald wollten wir ja weiter: Wir selbst plan(t)en sogar, gegen neun Uhr unruhig zu werden. Dann werden wir die Eisenbahnbrücke in Elsfleth anfunken. Und wenn die sagen „kommt man schnell ran, ich mach eben auf“, dann müssen wir ins Gleiten kommen. Bis zur Brücke ist es gut eine Meile: Mit 5 Knoten wird man noch knapp eine viertel Stunde benötigen. Und bald danach kommt die Heinrich-Brücke.
Wie auch immer, wir sind die Hunte schon oft rauf und runter gefahren und werden das auch dieses mal schaffen. Werden wir „anders“ auf die Deiche gucken, weil wir so lange weg waren? Ich glaube nicht. Hat man seinen Liegeplatz z.B. in Hooksiel, dann fährt man die Hunte auch nur zwei mal im Jahr…. oder?

Für uns ist die „Reise“ auf jeden Fall erst beendet, wenn wir im Stadthafen ankommen. Ich bin jetzt schon gespannt, was das für ein Gefühl sein wird 🙂

Leider habe ich es (aus überwiegend technischen Gründen) nicht mehr geschafft, ein weiteres Video über unsere Reise zu erstellen und bei Youtube hoch zu laden. Das finde ich deswegen schade, weil ich weiss, das da noch tolle Aufnahmen kommen und ein wenig zu erzählen haben wir in den Videos auch noch. Aber ich mache das noch!

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