AZ21 – Rund Fünen geht weiter

Heute sind wir von der Middelfart Marina bis nach Bogense gefahren. Dass man zwischen den Inseln, den Hügeln und den Wäldern mehr Abdeckung als Wind hat, konnte man ja absehen. Dass der mangelnde Wind später so bleibt, nicht.

Wir blieben in Middelfart nicht nur, weil es hier so schön ist und man hier wirklich seine Tage sinnvoll verbringen kann, sondern auch, weil uns der böige, starke Wind unter tiefem grauen Himmel nicht gefallen hat. Wir hätten auch schon gestern weiter gekonnt, aber: Nö, wir hatten noch zu Fuß die Landzunge erkundet. Angela schreibt sicher mehr darüber.
Heut gegen 10 sind wir dann los. Erst in Ruhe wach werden, Frühstücken, Kabel rein und so Sachen. Dann hat Angela abgelegt, ich zog draußen gleich das Segel hoch, aber es hatte keinen Sinn: Maschine musste schieben. Auf dem Weg zu den Brücken war es dann interessant, die beste Spur gegen den Strom zu finden. Immer schön innen in den Kurven und dann rüber. Das brachte durchaus fast zwei Knoten Unterschied! Als wir Fredericia hinter uns hatten war es 13 Uhr und der Wind gut: Alle Segel hoch und Maschine aus. Hach, was lief die Slocum! Um die fünf Knoten Fahrt und die Pinne brauchte man kaum halten. Ich habs gefilmt, das werde ich euch noch zeigen! Leider hielt das nur eine halbe Stunde an: Der Wind, der die letzten Tage zu viel war, fehlte nun. Aber jetzt waren es auch „nur“ noch zwei Stunden bis Bogense.
Wir kamen zwar von Westen, aber ich fuhr auf die Nordansteuerung, weil ich mir das mal anschauen wollte. Mal gerade eine Meile mehr, die hatte ich vorher schon durch schnibbeln rausgeholt. Vor Bogense gibt es nämlich durchaus flache Stellen, nicht einfach auf den Hafen zu fahren! Immerhin sind die grünen Tonnen abenteuerlich dünn, so dass man sie von weitem möglichst kaum erkennt. So wurde es nicht langweilig 😉
Die Hafeneinfahrt ist schmal aber leicht zu fahren, die Boxengassen sind sehr gut einsehbar. Wir nahmen gleich einen Platz am Steg-Ende, weil sich dieser so anbot und um 15:15 Uhr waren wir dann auch Fest.

Und: Schön hier: Alles was man braucht ist irgendwie nahebei und leicht zu erreichen und alles sieht irgendwie schmuck und maritim aus. Aber dennoch wollen wir morgen weiter, da soll noch ein Hauch Wind kommen….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.