AZ21 – Zurück, um Anlauf zu nehmen

Heute morgen wachte ich in unserer Vorschiffskabine auf, weil es so herrlich ruhig war. Kein Wind, keine Welle, keine klappernde Falle, keine Möwe, kein Kindergeschrei beim Baden, keine ferne Musik, nur manchmal das schleifen unserer Ankerkette auf dem Grund. Herrlich.

Es war 06:27 Uhr. Ich stieg aus dem Bett, ging durch die Kajüte, den Niedergang hinauf und stand dann im Cockpit. Nackt natürlich. Bei der Gelegenheit holte ich das Ankerlicht rein. Und nein: Ich habe nicht im Stehen über die Reling gepinkelt. Ich hab in die Pütz gemacht. Und die dann außenbords entleert. Nach einem erfrischendem Rundumblick ging ich meinen Weg zurück und krabbelte wieder unter die dann doch schön warme Decke. Der Wecker sollte erst um acht losbimmeln und wir wollten „früh“ los, weil der Wind gegen Abend ziemlich zunehmen sollte. Wir hatten gestern noch das erste Reff ins Groß gebunden, dann müssen wir das unterwegs nicht machen. Ich konnte noch ein Stündchen pofen.

AZ21 – Wo sind wir und wo wollen wir hin

Die erste Frage im Titel dieses Beitrags ist leicht beantwortet: Ihr müsst ja nur unser Tracking (oder wahlweise Angelas WhatsApp-Status) beachten und seid genau im Bilde!

Wir liegen vor Anker in der riesigen und eigentlich einzigen aber sehr schönen Bucht mittig südlich von Drejö. Als wir ankamen, waren ganz tief in der Bucht schon drei Segler, die ankerten. Während wir zu Abend gegessen haben, im Glasklaren(!) Wasser badeten (puh, ist ein eigenen Beitrag wert), und dann aufs Vorschiff gingen, um unseren Sundowner-Heinecken zu geniessen (das war so kitschig schön: Klasse!) kamen noch mehr Boote, so dass es schliesslich ein ganzes Dutzend war. Und aber keiner traute sich weiter in die Bucht, als wir es waren… wobei wir schon nicht so weit reingefahren sind, wie ich eigentlich wollte. Ich zeige euch mal das Bild vom Tracking, dann kann ich das besser erzählen: