Segeln zu den entferntesten Plätzen

Tja, der Titel dieses Beitrages kann Sehnsucht und Fernweh wecken. Aber leider geht es nicht um ferne Häfen und fremde Länder, sondern um… Liegeplätze im Hafen. Hier mal ein paar Beispiele, welches Geschick wir bei der Suche nach dem „richtigen“ Platz üblicherweise an den Tag legen.

Als wir in Maasholm festmachten, da konnten wir uns das schon denken – gleich die zweite Box neben der Einfahrt bedeutet: Lange Wege bis an Land, zum Hafenmeister, zu den Sanitär-Gebäuden, Müll etc. Aber das nahmen wir in Kauf, weil die Gassen im Hafen relativ eng waren und wir ja schlecht (rückwärts) manövrieren können. Ausserdem war es toll, auf Schleimünde und die dort verkehrenden Boote zu schauen.

Der zweitlängste Weg im Hafen (neben uns war Platz 1)

Jetzt als Beispiel ein Hafen, wo wir dachten, wir hätten was gelernt: Kühlungsborn. Wir fuhren gleich tief in den Hafen rein. Zugegeben – die machen es einem dort aus zwei Gründen leicht: Zu Anfang des Hafenbeckens kamen beschilderte Stege für 14m- und 16m-Boote, erst weiter hinten für 12m und kleiner und es ist hier wirklich viel Platz in den Gassen (ist ja erst 20 Jahre alt und man hat wohl schon gewusst, dass der Trend zu größeren Booten geht). Nach dem Festmachen gingen wir von unserem Steg F zum Hauptsteg und stellten fest, dass wir diesen bis zum anderen(!) Ende latschen mussten, um zum Hafenmeister etc. zu gelangen. Aber wir waren ja nur 20 Stunden dort….

Kühlungsborn: Schön hier, da läuft man gern!

In Schleswig fuhren wir auch gleich etwas weiter rein und da hatten wir zumindest nicht den weitesten Weg im Hafen 🙂 Leider hatte ich dort „Rücken“, aber Laufen verschafft zum Glück etwas Linderung…

Schleswig ging

Im Kommunalhafen von Großenbrode hatten wir gar keine Wahl: Angela kontaktierte vorab den Hafenmeister (Michael, sehr nett!) und der wies uns einen Platz zu. Und hier mussten wir recht weit hinten am Steg liegen, weil es vorne zu flach ist und wir hier mal zu den großen Schiffen zählten…

Großenbrode war auch okay

Die Marina von Heiligenhafen ist riesig und voller Boote. Hier muss man nehmen, was sich einem anbietet. Mit etwas Suchen hätten wir bestimmt einen anderen Platz gefunden, aber wir waren zufrieden und wussten vorher eh nicht, wo sich das Hafenhaus befindet 😉
Und aber sie haben mehrere Sanitär-Häuser; eines war gleich in der Nähe „unseres“ Steges: Prima!

der große Holy Harbour und unten rot markiert das WC-Duschhaus

In Laboe teilen sich mehrere Anlieger das Hafenbecken: Vereine, Marinas, Liegegemeinschaften. Im Grunde ist es egal, wo man liegt, der Platz muss halt frei und „grün“ sein. Wir schafften es wieder, einen mit möglichst weiten Weg an Land zu finden. Wenn man da die Maske vergessen hat…

Laboer Hafenviertel

In Eckernförde war es ähnlich wie in Maasholm: Wir erfuhren schon vorher aus dem Küstenhandbuch, dass der Raum im Hafenbecken eng ist. Als wir durch die Einfahrt fuhren und gleich rechts an der Mole eine freie Lücke (ca. 3m länger als die Slocum) fanden, fackelten wir nicht lange: Vorbeigefahren, gedreht und ab in die Lücke. Die Nachbarlieger standen schon bereit, die Leinen anzunehmen. Und auf dem (langen) Weg aufs Festland konnte man gut sehen, wie eng das bei den hinteren Plätzen war… gut, dass wir da nicht reingefahren sind.

Um alle Ecken in Eckernförde

Und ich gehe fest davon aus, dass das in kommenden Häfen nicht anders sein wird. Aber wie heisst es fast passend: Umwege erhöhen die Ortskenntnis! Übrigens sind die Bilder oben nicht alle im gleichen Maßstab. Nicht, dass ihr Vergleiche nachmessen wollt oder so 😉

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