Bewährtes Konzept: Ablagenetz in der Kajüte

Viele Bootseigner, die auch mal länger als einen Tag unterwegs sind, werden es kennen: Nicht alles findet seinen Platz, kann nicht gut gelagert werden oder liegt einfach doof rum. Aber dafür gibt es eine gute und simple Lösung: Netze.

Ich hatte zuhause noch eine Hängematte aus Netz-Material. Ich glaube, die war mal von Pearl? Nach dem Motto „kleingepackt, immer dabei: Die praktische Reise-Hängematte“. Habe ich natürlich nie als solche benutzt. Aber ich wusste: An Bord kann ich die gut als Ablage gebrauchen. Neben dem Niedergang sind schon Haken angeschraubt, auf der anderen Seite der Koje musste ich noch einen anbringen. Das wars schon. Dachte ich. Aber die hing viel zu sehr durch. Das Ganze musste in der Mitte noch irgendwie abgefangen werden, sonst kann man dort nicht mehr sitzen und das wäre ja doof.

Und aber ein Loch mitten ins Kajüt-Dach wollte ich selbstverständlich nicht bohren. Also wollte ich beim nächsten Einkauf nach Tesa-Powerstrips schauen. Was ich fand: Gardinenhaken. Diese kleinen, flachen mit geradem Metall-Pinöpel. Um das Netz einzuhaken reicht das locker aus, aber wird die Klebefläche auch halten? Ich bin Optimist und dachte „Wenns eine Gardine halten soll, dann hält das auch andere Sachen“. Beim nächsten Kocher-Auffüllen hatte ich etwas mit Spiritus gekleckert und nutzte das, um die von mir ausgesuchten Stellen an der Wand sauber und fettfrei zu bekommen. Nun konnte ich die Haken nach Anleitung montieren: 30 Sekunden fest andrücken und erst nach 24 Stunden belasten.
Und bisher hält es, auch mit Belastung! So wie auf dem Foto oben sieht es auch nicht mehr aus. Mittlerweile lagern auch die Zwiebeln darin, eine Salatgurke, Taschentücher, manchmal Eier… man muss aufpassen, denn die Maschen der eigentlichen Hängematte sind doch sehr groß. Und ich habe Bändsel genommen, um das Netz z.B. hinter den Zwiebeln „abzubinden“, so wird es enger und alles hängt noch höher (man kann aber auch einfach alles jeweils eine Masche höher hängen).

Wir freuen uns: Es stört weder beim Kochen noch beim Sitzen, und „die Dinge“ haben ihren sicheren Platz.

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