Letztes Segel- Wochenende der Saison 2020

Am Freitag legten wir in Oldenburg ab, um ein letztes Mal zu segeln.
Es ging die Hunte runter bis Elsfleth.
Unterwegs mussten wir feststellen, dass unser gern angesteuerter Hafen leider keine Gäste mehr aufnimmt. Erst vor 3 Wochen hatten wir gelesen, dass dort die Saison verlängert würde, aber auf Grund der aktuellen Lage…
Da auch der Hafen Grohn darum bat,  sich dort nicht mit mehreren Haushalten zu treffen, kam auch dieser nicht in Frage.
Also landeten wir wieder am Stadtanleger Elsfleth.
Das Wetter war uns wohl gesonnen (im wahrsten Sinne des Wortes). Also wurde abends am Steg (mit 2 Haushalten) gegrillt.
Am Samstag dann zog es uns Segler auf die Weser. Leider unsteter Wind, aber trotzdem noch mal schön ⛵️
Sonntag sind wir mit auflaufendem Wasser die Hunte wieder hoch gefahren. Auf Grund der Zeitumstellung, sollte ja schon um 17:00 Uhr die Sonne untergehen, Niedrigwasser in Oldenburg war aber erst um 17:00 Uhr.
Was also tun? Wir entschlossen uns für einen Kompromiss: wir legten kurz vor NW Elsfleth ab. Somit flutschten wir förmlich zur Öffnungszeit durch die erste Eisenbahn-Brücke und hatten bald das Wasser mit uns laufen. Zum Sonnenuntergang waren wir dann in Oldenburg und auch dort wurde die letzte Brücke für uns noch rasch geöffnet. Da es nicht so doll regnete, wie vorhergesagt, war es eine schöne ruhige Überfahrt. Ganz allein auf dem herbstlichen Fluss… nur ab und zu noch ein Binnenschiffer😉
Ein schöner Saison- Abschluss!

Heizlüfterhalter

So wie ich seinerzeit die schöne Idee für den iPad-Halter hatte, fiel mir nun was feines für unseren Heizlüfter ein.

Wir verwenden an Bord einen kleinen, sehr kompakten Heizlüfter, den man direkt in die Steckdose stecken kann. Vorteil dieser Teile: Gut zu verstauen, Bootsgerechte Größe und mit 350 Watt nicht so Stromgierig, hat aber doch eine ausreichende Heizleistung. In der Kajüte wird es gemütlich warm und Feuchtigkeit verschwindet bald. Nachteil: Wir haben gar keine Steckdosen im Boot 🙂
Und der Lüfter soll ja auch idealerweise dort stehen, wo man ihn benötigt und wo er nicht im Weg ist. Also schnappte ich mir etwas Alu-Blech 3mm, schnitt es zurecht, machte die Kanten schön, bohrte ein 40mm-Loch rein und verschraubte es mit einer Bodenplatte (5mm Alu). Und so sieht das dann aus:

Staande Mastroute – nach Dokkum

Weiter geht es in diesem Teil mit der Beschreibung der Staande Mastroute von Ost nach West, Delfzijl bis Lemmer. Letztes mal sind wir ja bis zum Lunegat gefahren und das war gut so. Nun fahren wir weiter, aber nur bis Dokkum. Gleich vorab: Das ist locker in wenigen Stunden zu schaffen und Dokkum ist auf jeden Fall einen Halt wert!

Wenn man aus der Lunegat-Marina fährt und links abbiegt, dann kommt gleich die Schleuse. Wenn es gut voll ist (Saison halt) dann gibt der Schleusenwärter gerne Kommandos, wer wo liegt und wer wann wieder aus der Schleuse rausfährt. Also gut zuhören, das versteht man auch als Deutscher 😉

Neuer (kurzer) Film: Der Niederlande-Werbespot!

Auf unserem Weg über die Staande Mastroute und durch die Niederlande haben wir natürlich auch einige Video-Clips aufgenommen. Und diese möchte ich euch gerne präsentieren.

Bei der Planung für die Reise fiel uns auf, dass es wenig „erhellende“ Informationen über die „Route mit stehendem Mast“ gab und ich nahm mir vor, das für andere, die diese Tour noch machen wollen, etwas aufzuarbeiten, damit die es leichter mit der Planung haben. Einen Teil erreiche ich dadurch, dass ich hier im Blog die Route beschreibe und ich denke, ein gut gemachter Film schadet auch nicht. Aber so ein Film ist wirklich Arbeit, das kann man (ich) nicht einfach so zusammenklicken. Ich möchte versuchen, die Fehler zu vermeiden, die mir beim Schauen von ein paar Videos anderer Leute aufgefallen sind. Ganz werde ich das sicher nicht schaffen, aber ich will mir Mühe geben. Und allein das Sichten und richtige Sortieren dauert schon Stunden… wenn man erstmal so weit ist, die einzelnen Clips in iMovie zu haben, ist schon die Hälfte geschafft 🙂

Ruder hart rechts!

Nein, der Titel dieses Beitrages ist in diesem Fall kein Kommando sondern ein Buchtipp:
„Ruder hart rechts“ von Michael Green. Es ist kein neues Buch, aber ein gutes.

Wenn man es liest, dann weiß man sofort: Der Autor hat Ahnung vom Seglerleben und beschreibt alles mit viel Humor und Augenzwinkern. Sehr kurzweilig und unterhaltsam. Und beim Lesen erwischte ich mich immer wieder bei dem Gedanken: „Stimmt!“

Es gibt nur einen kleinen Haken, und diesen vermutlich nur in der deutschen Übersetzung (Michael Green ist Brite). Gleich im Vorwort des Übersetzers wird darauf hingewiesen; der Original-Titel des Buches lautet „The Art of Coarse Sailing“ und für coarse gäbe es keine passende deutsche Übersetzung. Deswegen verwendet er, der Dolmetscher, eine bayrische Entsprechung: g’schert, die sicher dem Deutschen eher geläufig wäre.