Urlaub 2.0 Teil 4

Also Montag dann wieder raus geschleust aus dem schönen Hafen in Elsfleth- Lienen. Das Wetter war ungemütlich und kühl. Es besserte sich aber jeden Kilometer Richtung Bremen. Kurzzeitig überlegten wir ob der Wetterbesserung, dass wir wenden und doch noch nach Helgoland segeln… Aber Holger wollte lieber zum Abschluss etwas entspanntes. Kurz nach Lemwerder konnten wir bei spiegelglatter Weser noch das Vorsegel rausrollen und entspannt in den Europahafen einlaufen. Das Wetter besserte sich soweit, dass wir ein schönes Anlegebier an Deck trinken konnten.

Dienstag ging es dann zurück nach Elsfleth, allerdings in den Stadthafen. Die Fahrt war entspannt mit Segel (und Motor). Super glatte Weser und Hunte, schön angelegt und im Nieselregen zum Griechen gelaufen…

Live Update – inne Hunte

Gestern sind wir vom Europa-Hafen wieder zurück nach Elsfleth gefahren. Und wir hatten auf der Weser sogar die ganze Zeit beide Segel oben, auch wenn der Motor etwas mitgeschoben hat. Aber fast schon segeln, und flott waren wir auch!

Das Wetter spielte mit: Die Sonne kam immer wieder mal durch und ein Hauch Wind war immer da, das Wasser der Weser glatt wie selten. Mit dem ablaufenden Wasser sind wir bis zur Hunte gerutscht und dann dort durchs Sperrwerk rein. Eine Nacht wollten wir noch am Stadtanleger liegen. Es hat dort irgendwie seinen besonderen Charme, kann man gar nicht erklären. Oder sind es nur die Erinnerungen, weil wir mit jedem unserer drei Boote schon hier lagen?
Am nächsten Tag ging es dann die Hunte hoch, Richtung Oldenburg.

Jade – Kaiserbalje

In den Beiträgen zu unseren Fahrten im Urlaub habe ich versprochen, dass ich über die Kaiserbalje noch was schreibe. Hier schreibe ich also meine Erfahrungen dazu nieder.

Gleich vorab: Die Kaiserbalje ist tief genug. Selbst mit 1,50m Tiefgang wird das kein Problem sein, solange nicht weniger Wasser als „Normal“ aufläuft.
Wir sind von der Jade gekommen und wollen zur Weser bzw. nach Bremerhaven. Der logische Mittelpunkt ist Fedderwardersiel, hier sollte nach unserer Planung Hochwasser sein, damit es auf jeden Fall tief genug ist. Aber zum einen waren wir bereits eine gute halbe Stunde vor HW im Fedderwarderpriel und zum anderen hat das Wasser schon locker gereicht. Nächstes Mal werden wir also noch eher losfahren, dann hat man auf der Weser noch etwas Strom mit.
Aber der Reihe nach:

Live Update – Europa-Hafen

Da unsere Urlaubszeit noch nicht ganz zu Ende ist, wollten wir von Elsfleth aus noch irgendwo hin, statt gleich nach Oldenburg. Da liegt natürlich im wahrsten Sinne Grohn an der Lesum nahe.

Aber da waren wir schon recht oft, im Gegensatz zum Europahafen kurz vor Bremen: Da waren wir noch nie. Also haben wir dem SWE-Schleusenwärter angerufen, dass wir um 11:00 Uhr raus wollen und er sagte „ihr könnt so rein fahren, die Kammer ist auf“. Mit der Tide kam das nicht ganz hin, aber wir hatten ja Zeit. Hochwasser sollte bei Bremen so gegen viertel nach eins sein und wir rechneten mit vier Stunden Fahrt. Wind war mal so gar nicht, und der kleine Hauch kam auch von vorn. Dafür war die Weser schön glatt, das kann man ja auch mal geniessen. Und hier waren wir auch lange nicht mehr, da kann man sich alles am Ufer mal wie neu angucken. Und so sahen wir sogar (vermutlich) die Gorch Fock bei Lürssen an Land:

Urlaub 2.0 Teil 3

Von Bremerhaven ging es Weser aufwärts nach Elsfleth. Das haben wir schon oft gemacht, auch damals mit unserem kleinen Motorboot… Leider kam der Wind aus südlicher Richtung, somit baute sich ganz gut Welle auf. Zum Glück blieb es aber trocken. Erst bei Brake besserte sich das Wellenbild und wir tuckerten an einigen dicken Pötten vorbei. Da die Schleuse Elsfleth in der Woche nur alle 2 Stunden öffnet (nach rechtzeitiger telef. Anmeldung), waren wir eine Stunde zu früh dort.

Beim Versuch an einer Mooringtonne fest zu machen, fiel uns der Bootshaken in die Weser! Nach mehreren Anläufen, gelang es Holger aber ihn wieder an Bord zu holen. Das muss vom Ufer recht merkwürdig ausgesehen haben….