Im Päckchen

Heute mussten wir übrigens schon einmal ab- und wieder anlegen: Der Niederländer neben uns wollte sein Boot verholen, weil seine Frau nicht die Kaimauer hochkommt.

Wir können das verstehen, das ist schon eine sportliche Nummer: Wegen Wind und Tide sind relativ lange Leinen an dem Innenlieger, dazu kommen noch die Dalben vor der Mauer. So sind zwischen Schiff und Leiter ca. 80cm Abstand, nur gestern bei Südwind wurde das Päckchen an die Mauer gedrückt. Man muss über die Reling des Motorbootes steigen, mit einer Hand dort festhalten, sich mit dem Oberkörper zur Leiter fallen lassen, dort eine Sprosse greifen und dann die Füße nachholen. Jetzt kann man die Leiter hoch. bei Niedrigwasser immerhin über 2,5m.

Die Bonanza wollte also raus. Meine erste Idee war: Wir legen eine lange Heckleine um deren Boot, die fahren vorwärts raus und wir ziehen uns einfach an das andere Boot. Das hatten wir auf Wangerooge schon mal so gemacht und das ist eine gute Sache. Aber nach vorn hin war zu wenig Platz, um rauszufahren. Also holten wir Kabel und Landleinen ein und legten ab. Rückwärts! Wir fuhren einen Kreis, wieder ans Motorboot (Searock) und konnten dort recht bequem festmachen. Das ging gut. Die Holländer gingen nur zwei Päckchen weiter, aber dort ist der kleine Steg und man muss weder einen Abstand überwinden noch eine Leiter hoch. Das war deren einzige Möglichkeit, sie hatten extra den Hafenmeister gefragt.

Nun rechne ich damit, dass wir bis zum nächsten Hochwasser noch einen Nachbarlieger bekommen werden. Der darf dann über unser weiches Vorschiff turnen…

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