Helgoland

Wir haben es bisher nicht geschafft, mit der Slocum Helgoland anzusteuern. Klingt unglaublich? Ist es auch. Deswegen ist das auch gleich das erste Ziel auf unserer Langfahrt* (nach einer Nacht in Bremerhaven, weil wir wegen der Tide von Oldenburg… ach, ihr wisst schon). Falls ich je auf die Idee gekommen wäre, nach unserem ersten Aufenthalt auf Helgoland (auf eigenem Kiel versteht sich) einen tollen Artikel darüber zu schreiben: Das brauche ich nicht mehr, denn alles wesentliche, witzige und interessante, was man über Helgoland wissen muss, hat unser Skipper-Freund Rainer in seinem Blog wunderbar zusammengefügt:

Helgoland muss man / muss man nich

Sabine

Nein, Sabine ist kein Name eines neuen Utensiels an Bord sondern das Sturmtief, welches aktuell über uns hinwegrauscht (hat sogar schon einen eigenen Wikipedia-Artikel: Klick). Ganz bestimmt erreicht dieser Sturm irgendwo Rekordwerte und an einer besonderen Stelle ganz bestimmt:

Seewetterbericht herausgegeben vom Seewetterdienst Hamburg
10.02.2020, 06 UTC:
Vorhersage gültig bis heute Nacht:
Ijsselmeer :
West 7, vorübergehend etwas abnehmend und südwestdrehend,
orkanartige Gewitterböen, See 2 Meter.

Zwei Meter Welle auf dem Ijsselmeer! Da kann man an den flachen Stellen ja bald Grund sehen! Und ich war bei einem Meter schon beeindruckt… es gibt eben Momente, wo selbst ein Norddeutscher Segler lieber kuschelig warm auf der Couch bleibt 🙂

Die Zeit läuft…

Mein Countown- Zähler sagt, es sind noch 86 Tage bis wir die Leinen los werfen. Hört sich erst mal viel an! Aber es gibt noch einiges am Boot zu arbeiten und zu planen. Der Sprayhood- Bezug muss noch geliefert werden, es muss noch gestrichen werden, ein neues Kabel für das Funkgerät muss durch den Mast gezogen werden, wir brauchen neue Wassersäcke, ein Schott aus Plexiglas für den Niedergang… um mal ein paar Arbeiten auf zu zählen!

Wir sitzen nun oft über den Karten und Handbüchern und schauen, welche Häfen wir anfahren wollen. Ich denke aber, während der Tour wird sich das noch verändern. Es muss ja von Wetter, Tide etc her passen. Segeln ist auch immer ein Kompromiss und ein Überraschungspaket.

Was bisher geschah

Aus Sicht dieser Webseite geschah die letzten zwölf Tage: nix. Dabei habe ich so viel „auf Halde“, was ich hier noch los werden wollte… ich komme nur nicht dazu.
Ausserhalb des Internet passierte einiges: Ich bin z.Zt. beim Yacht Club gut eingebunden, da steht u.a. die 100-Jahr-Feier an und Angela und ich sind mit im Arbeitskreis. Und wenn man bei der Planung dabei ist, dann bekommt man auch einige Aufgaben, die zu erledigen sind. Dann muss ich mich noch um einige Dinge an unserer Slocum kümmern und wir tüfteln natürlich auch nebenbei unseren kommenden Törn aus: Wir suchen auf den Karten und in den Revierführern die Häfen, die wir jeweils erreichen können oder wollen und notieren dazu Strecke, Dauer usw.
Ausserdem gibt es zu dieser Jahreszeit noch einige dringende Angelegenheiten: Kohlfahrten! Eine haben wir schon hinter uns, die nächsten kommen mit grossen Schritten. Und darüber hinaus muss ich ja auch noch (mindestens) 40 Stunden die Woche arbeiten. Ihr seht: keine Langeweile aber viel Spaß!
Im Grunde kommen wir mit allem voran, aber am Ende, also vorm Törn-Start, wird es sicher noch mal richtig eng. Das soll uns aber nicht davon abhalten, hier darüber zu berichten, denn dazu ist die Seite ja da! Bleibt ruhig dran, oder noch besser: Ihr tragt euch für die Mailing-Liste ein (klick), dann bekommt ihr eine Mail, wenn hier was neues erscheint. Und in den nächsten Tagen werde ich einen neuen Beitrag schreiben, damit ihr das mal testen könnt 🙂