Winterarbeit: Anoden

Ich fand noch dieses Bild von den alten und neuen Anoden, mal zum Vergleich. Die Wellenanode sitzt gleich hinter der Schraube, die andere sitzt am Ruder, welches bei mir aus Metallblech ist. Am Rumpf über der Schraube sitzt auch noch eine Anode, aber die hat wesentlich weniger Verschleiss. Ich finde es ganz interessant, das mal so direkt zu sehen. Das Wechseln der Anoden ist natürlich eine einfache Sache, schwerer war da schon, bei SVB die richtigen neuen zu finden 🙂

Die alten haben zwei Saisons gehalten, aber nur eine davon an der Küste

Winterarbeiten: Zweiter Zwischenbericht

Es ist ja schon etwas her, das wir was berichtet haben. Boot-technisch waren wir auch relativ faul, bzw. ich war abends einfach zu schlapp, um noch gross was zu machen. Denn wenn z.B. eine Farbdose geöffnet ist, dann muss man auch eine Zeit lang weitermachen, mal eben ne Stunde ist da nicht. Aber natürlich tue ich hier gern kund, wenn es weiter geht, wie schon beim ersten Zwischenbericht.

Heute kamen im OYC schon die nächsten Boote ins Wasser. Gestern war ich auch beim Boot, um dem Kajütdach den Rest zu geben: Die neue Farbe. Ich bin echt kein Maler, aber zumindest habe ich einigermassen gründlich die Vorarbeiten wie Spachteln und Schleifen erledigt. Im Nachhinein: Nicht gründlich genug. Da habe ich wieder was gelernt… aber das ist erstmal egal, muss ja nun so fertig. Heute habe ich dann noch die Stellen mit Farbe nachgerollt, wo noch was durchschimmerte und mich ansonsten dem Laufdeck zugewandt. Dort ist aber hauptsächlich Interdeck gestrichen, der eigentliche Lack nur ganz wenig und meist beim Heck, bei den Backskistendeckeln etc. Das kommt dann hoffentlich morgen, mal sehen.
Aber ich habe noch die Toilette fertig angeschlossen, der dicke Schlauch nach draußen ans Seeventil fehlte noch. Ob das dicht bleibt? Viel Druck kommt da ja nicht drauf, aber ich bin mir einfach unsicher. Das wird auch so bleiben bis wir ins Wasser gehen und man dann gucken kann. Zumal das ja dieses mal ein Kunststoffventil ist.
Was habe ich noch getan heute? Die Batterien wieder an ihren Platz gewuppt, in der Kajüte aufgeräumt, über die Solarpanele nachgedacht (dazu schreibe ich noch einen gesonderten Beitrag).
Ach ja, und die Ankerkette habe ich eingeholt. Immerhin ca. 30 Meter Edelstahlkette. Der Vorbesitzer hat sie jedes Jahr komplett rausgeholt, also mache ich das auch so. Und eben wieder rein in den geschlossenen Kettenkasten im Vorschiff. Oben neben der Ankerwinsch ist nur eine kleine Öffnung mit Deckel, alles ganz schlau gelöst.

Fazit für diesen handwerklichen Abschnitt: Ich kann vieles, aber ein guter Maler bin ich nicht. Dazu noch ein „Problem“, welches mein persönliches ist: Wenn ich am Schiff rummuddel, dann stören mich alle, die sonst noch da sind, und vielleicht an ihren eigenen Booten rumbasteln, oder nur gucken oder… wie auch immer: Ich mag keinen Smalltalk! Ich denke darüber nach, was ich gerade mache, was ich als nächste tue und so weiter. Im (für mich) blödesten Fall erzähle ich kurz, was ich gerade mache und der Gesprächspartner fängt seinen Satz an mit „Weißt du, wie du das machen musst?“, um mir dann irgend etwas grandioses nahezulegen. Drauf geschissen, ich wills nicht wissen!
Aber wie gesagt: Das ist mein Problem, die Leute können da nichts für, die sind so. Und ich bin eben auch so. Ich kann dann auch nicht mal eben Pause machen oder gar ein Bierchen trinken.

Nochn Fazit: Wie schon prophezeit; die Zeit rennt! Nun müssen wir dran bleiben, durch Labern wird nix fertig! Ostern ist wirklich nicht mehr fern… gut für euch Leser: Da wird der nächste Beitrag ja bald kommen.

 

Winterarbeiten: Zwischenbericht

So: mit dem Auftragen von Antifouling wurden gestern die Arbeiten am Unterwasserschiff fertig gestellt. Dieser letzte Schritt war auch eigentlich der einfachste, die Vorarbeiten hatten es schon eher in sich:
Da ich ja das Seeventil erneuere, habe ich ein offenes Loch im Rumpf. Bei der Demontage des alten Ventils zeigte sich zum einen, dass die Bohrung nicht besonders „rund“ ausgearbeitet war und zum anderen, dass das Einschneiden des alten Borddurchlasses kleine Spuren im GfK hinterlassen hat. Das musste also aufgefüllt werden. Dazu nehme ich 2K-Spachtelmasse, in welcher schon Glasfasern enthalten sind. Die kann man wunderbar verarbeiten und man muss nicht mit Glasfasermatten, Harz und Härter hantieren. Und bereits nach 30 Minuten ist das schleifbar.
Und aber wenn ich schon mit Spachtel & Co arbeite, dann muss sich das auch lohnen. Also baute ich noch den Geber der alten Logge ab. Das Anzeigegerät hatte schon vor langer Zeit den Geist aufgegeben, ich arbeite nun nur noch mit GPS und FüG. Wenn der Geber raus ist, dann ist ja ein Loch im Boot und das habe ich dann gleich mit zugespachtelt. Man sieht nix mehr davon 🙂

Dieser Logge-Geber funktioniert noch… was mach ich nun damit?

Einige kleinere Stellen habe ich auch noch angespachtelt und bei den ganzen Spachtelstellen muss da auch Grundierung, also Primer rauf. Vorher ging ich noch ums Schiff und entfernte alle lose Placken. Waren nicht viele, dafür habe ich noch ein paar Pocken gefunden. Der Primer macht seinem Namen alle Ehre: Der ist echt prima. Ein spezieller Unterwasserprimer, dient auch als Trennschicht zwischen Antifoulingschichten. Die Grundierung habe ich aber nicht flächig aufgetragen sondern nur an den Stellen, wo ich es als nötig erachtete. Dafür dann aber auch zweimal, wenn schon denn schon. Und gestern dann endlich, als Abschluss, Antifouling drauf.

Antifouling fertig gestrichen: Der Wasserpass ist noch Kreppband 🙂

Da habe ich die schönen, warmen Frühlingstage genau richtig ausgenutzt, denn bei den Temperaturen konnte man wunderbar mit Farbe, Spachtelmasse etc. arbeiten.

Neulich unter der Dusche

Als ich letztens zuhause unter der Dusche stand, da kam mir folgender Gedanke:
Wie sehr ich mich doch darauf freue, endlich wieder unter der eigentlich ziemlich renovierungsbedürftigen Dusche in Hooksiel zu stehen.

Nicht, weil das meine Lieblingsdusche ist sondern weil es bedeutet, dass die Saison wieder angefangen hat und wir samt Boot wieder in Hooksiel an Steg 8 liegen 🙂

Eine Woche: Wie die Zeit vergeht

Nun haben wir schon Mitte Dezember, und ich war die ganze Woche nicht beim Boot. Da kriegt man ein richtig schlechtes Gewissen. Nun denn, immerhin steht sie trocken in der Halle, da muss man sich keine Sorgen um verwehte Planen etc. machen. Ausserdem haben Angela und ich schon eine Liste mit Dingen erstellt, die wir diesen Winter auf jeden Fall noch an unserer Slocum machen wollen. Einiges kann ich ja hier mal erwähnen, auch wenn ich seinerzeit schrieb, das hätte eh kaum Sinn.

  1. Auf jeden Fall muss das grosse Seeventil der Toilette erneuert werden. Irgendwann in der Saison ging es auf einmal nicht mehr richtig auf und nicht mehr richtig zu. Ich wollte auch nicht zu sehr dran rumreissen… zum Glück blieb ein kleiner Spalt offen, so dass Pipi immer noch möglich war. Aber beim Segeln hatte ich stets ein schlechtes Gewissen, weil das ja „offen“ war. Warum macht man sich immer so verrückt?
  2. Dann will ich das alte Funkgerät ausbauen. Das RT 5100 (im Radiomuseum!) ist zwar cool, aber so ganz ohne DSC und ATIS ist das nicht mehr das wahre. Einbauen werde ich mein Lowrance Link5 vom Motorboot. Wir denken aber darüber nach, evtl. ein Funkgerät inkl. AIS zu kaufen und das dann einzubauen… da schreibe ich ggf. noch einen eigenen Artikel.
  3. Im Zusammenhang mit der Funke werde ich auch ein Autoradio einbauen. Vermutlich ist nach Austausch der Funkgeräte mehr Platz dort.
  4. Wir werden auf jeden Fall das Deck streichen. Im Sommer hatten wir aber schon die Scheuerleiste und andere Holzteile lackiert.
  5. Geber von der Logge ausbauen. Die Anzeige gab den Geist auf. War abzusehen, denn der Vorbesitzer hatte schon eine neue GPS-Logge an Bord liegen. Diese baute ich im Sommer ein. Nun surrt aber noch die flexible Drehwelle vor sich hin. Also raus damit, Öffnung im Rumpf zu laminieren und Ruhe ist.
  6. Top-Reff-Trommel ans Vorstag bauen (da schreibe ich auch noch einen Artikel zu!)
  7. Natürlich Antifouling erneuern. Aber erst spät in der Saison, der Rumpf soll erstmal in Ruhe trocknen.

Da kommen doch einige Punkte zusammen, und das ist noch nicht mal alles! Man muss halt erstmal anfangen und damit sind wir wieder an diesem Punkt: Nicht bummeln!

Superslocum

Da ja im Winter erwartungsgemäss in Sachen Segeln nicht all zu viel passiert, was man hier schreiben könnte, dachte ich mir: Ab und an werden wir mal ein nettes Foto aus der Saison hier abbilden und die Geschichte dazu schreiben. Muss ja nicht viel sein, aber Unterhaltsam wäre nett.

Und neulich bin ich doch, ganz zufällig, beim Stöbern über einen Bildausschnitt gestolpert, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Superslocum!

Sieht das auf dem Bild nicht aus, als wenn da ein Comic-Superheld am Heck unserer Slocum entlang fliegt? Doch der Schiffskundige weiss: Eine Täuschung! Dazu sollte ich für diejenigen, die unser Boot noch nicht „in echt“ gesehen haben, erwähnen, dass es sich bei dem Ding auf dem Bild um unseren Flaggenstock handelt, dessen Kopf vom Vorbesitzer höchstselbst geschnitzt und bemalt wurde. Eigentlich eine recht stattliche Figur, unser Vogel am Heck. Als das Foto gemacht wurde, hat lediglich der Wind die Nationalflagge gerade so hingeweht, reiner Zufall. Das eigentliche Foto ist viel grösser und zeigt uns samt Boot, wie wir in die Hooksieler Schleuse einfahren (Danke, Anja!).

Mir gefällt die Idee vom Superhelden. Ganz im Stile von Supergrobi, der ja für das ein oder andere Abenteuer bekannt ist… 😉