Und von Hooksiel zu uns ist es eigentlich nicht weit

Die Überschrift ist eigentlich ein Kommentar von Andreas. Doch ich musste darüber nachdenken, weil er im Grunde recht hat, denn Carolinensiel ist doch quasi um die Ecke von Hooksiel, aber… tja, welches Aber? Jemand, der sich in unserem Teil unseres Vaterlandes einigermaßen auskennt, weiß, dass es von Oldenburg zur Küste nicht weit ist. Eine gute Stunde Fahrt, und man ist an der Deutschen Nordseeküste. Und grob ist damit alles zwischen Esens und Bremerhaven abgehakt. Mit dem Auto.
Mit einem Boot auf dem Wasser sieht das gaaanz anders aus.

Urlaub – Good morning, Langeoog

Na gut, eigentlich war es nicht morgens sondern Nachmittag, als wir auf Langeoog ankamen. Aber da meine letzten beiden Beiträge Buch- bzw. Filmtitel im Namen hatten (falls es überhaupt jemand bemerkt hat), wollte ich das bei diesem auch machen und mir fiel nichts passenderes ein.
Gegen 14:30 sollte auf Langeoog Hochwasser sein, also machten wir uns ab 12:15 auf Spiekeroog startklar. Der Weg am Seegat vorbei war etwas zäh und hubbelig, aber der Rest war Prickenwegmässig seicht (bis auf ein paar überraschende grössere Wellen und einem an den Pricken entgegenkommenden Ausflugsdampfer…). Wasser hatten wir immer genug, nie weniger als 1m unterm Kiel. So konnten wir um 15:10 im Hafen von Langeoog festmachen.

Urlaub – Wer stirbt schon gerne unter Pricken

Mittwoch sollte es dann weiter nach Westen gehen, erstmal Spiekeroog. Das Wetter war die ganzen Tage so dermassen wechselhaft, dass die üblichen Vorhersage-Dienste eigentlich immer daneben lagen, wenn es länger als einen halben Tag in der Zukunft war.
HW in Spiekeroog sollte gegen 12:30 sein, also müssten wir spätestens 10:00 los. Wir standen zeitig auf, frühstückten und von draussen lugte die Sonne in die Kajüte. Und man hörte den Wind. Aus Westen. Wo wir hin wollten. Als Angela duschen war, stellte ich mich ins Cockpit und blickte lange Zeit auf das Wasser. Einige Boote fuhren sogar raus. Draussen hatten alle Wellen weisse Kämme. Und ich schaute Richtung Watt, nicht auf die Nordsee raus! Ein Boot, welches tapfer nach Westen abbog, konnte ich noch lange Zeit bequem verfolgen, denn es kam quasi nicht voran, hüpfte nur in den Wellen auf und ab. Wie schnell war es? Einen Knoten? Und damit am Gatt vorbei? Nein danke, das mache ich nicht mit! Mir wurde richtig kalt im Cockpit, weil der Wind mit der Zeit durch die Klamotten ging, während ich die Umgebung prüfte. Als Angela wiederkam, hatte sie offenbar schon den gleichen Entschluss getroffen, auch wenn wir beide das voll doof fanden, denn wir wollten doch gerne weiter. Nein, nicht ärgern: Das ist eben so. Nur schade, da wir ja jetzt Urlaub haben. Wenn die Vorhersagen einigermassen stimmen sollten, wird Freitag eine gute Möglichkeit sein, sich auf den Weg zu machen. Und das war auch so, denn diesen Beitrag schreibe ich am Steg im Hafen von Spiekeroog. Wie wir hier her kamen erzähle ich in einem späteren Artikel.

Zur Insel geschnibbelt

Wangerooge übers ganze Wochenende: 26.-28.06.!

Nachdem wir das Wochenende davor nicht zum Boot konnten, wollten wir dieses  Wochenende möglichst gut ausnutzen. Da kam uns die Tide ganz recht, denn wir konnten schon Freitag Nachmittag Richtung Wangerooge aufbrechen. Das bedeutete: Nach Feierabend flott nach Hause, kein Mittagessen, alles ins Auto einladen, Bier holen und los auf die Autobahn. Mit der Taktung schafften wir bequem die 15:00Uhr-Schleuse. Die Fahrt nach Wangerooge werde ich nicht mehr näher beschreiben, das wurde hier oft genug durchgekaut. Aber ich kann euch noch zeigen, wo man schnibbeln kann, nämlich bei Minsener Oog gleich zweimal.

Eben nach Wangerooge

Da sind wir also mal eben ein Wochenende nach Wangerooge gesegelt. Ist auch keine grosse Entfernung, kann man immer mal machen. Den Hinweg muss ich eigentlich gar nicht erwähnen, wir sind wie beim letzten mal außen rum gesegelt. Ich hätte es auch innen durch versucht, aber wir waren viel zu früh an der entsprechenden Stelle vor Minsener Oog. Man hätte dort natürlich ankern können oder Kreise segeln, bis die Tide mehr aufgelaufen ist, aber wir hatten bei unserer Törnplanung noch etwas nicht bedacht. Doch ich erzähl mal von vorn: