Sommerlicher Zwischenbericht

Wer hier fleissig mitliest, der wird (hoffentlich) bemerken: Wir versuchen, immer alles rund um das Boot, Segeln und dem Revier hier zu erwähnen. Ja, das stimmt. Und was wir noch versuchen: Das Boot so oft wie möglich zu nutzen, und das nicht nur als schwimmende Laube (was natürlich auch mal schön ist).

Wenn man die Nutzungsdauer eines Bootes mal nüchtern durchrechnet, dann ist das geradezu erschütternd: Ein halbes Jahr sind die meisten Sportboote eh an Land, weil Winter ist. Wenn man es denn schafft, das Boot im April ins Wasser zu bekommen (Farbe kann man halt bei Frost nicht streichen und streichen muss man jedes Jahr irgendwas), dann ist man schon gut dran. Nun muss der gewöhnliche Mensch arbeiten, die meisten von Montag bis Freitag, die meisten um die 35 bis 40 Stunden. Also kann man das Boot maximal am Wochenende nutzen. Also an zwei von sieben Tagen. Im Idealfall! Zwei von Sieben macht ca. 28 %. Wenn man es schafft, Freitag schon los zu kommen, dann hat man fast ein Drittel der Woche. Und aber es gibt ja noch Leben ausserhalb des Bootes: Garten, Familie, Freunde. Vielleicht schaffen wir es, drei von vier Wochenenden im Monat aufs Boot zu kommen? Das wäre schon sportlich, vermutlich ist es eher zwei von vier.

So, Mathe: Die Hälfte (der Wochenenden) von einem Drittel (der Woche) von der Hälfte (des Jahres) macht unterm Strich rund 25 Tage im Jahr. Von 365! Das sind nicht mal sieben Prozent des Jahres und ich habe Idealfälle angenommen. Realistisch bei vielen Booten sind Werte, die vielleicht bei der Hälfte (von 25 Tagen im Jahr) liegen.

Andersrum: Über 330 Tage im Jahr liegt das Boot ungenutzt rum und verursacht höchstens Kosten. Klingt alles sehr ernüchternd? Ja nee! Zum einen versuchen Angela und ich wirklich, möglichst oft an Bord zu sein und das Boot auch zu nutzen und schaffen das auch bisher recht gut, ohne den Garten zuwuchern zu lassen und zum anderen ist es eben ein Hobby: Es macht uns ja Spass, unsere Freizeit so zu verbringen. Und viele Hobbys sind aufwändig in Zeit und/oder Geld: Ob Reitpferd, Oldtimer-Auto oder seltenes Porzellan, Zinnfiguren und Briefmarken; alles hat seine Vor- und Nachteile und darum geht es eigentlich gar nicht. Früher mal bin ich Rasentreckerrennen gefahren, da war das Verhältnis „Schrauben zu Fahren“ mindestens 20:1, üblicher waren 50:1 und wenn man das Tüfteln im Winter einrechnete kam man auf 200:1 oder so…. war ne schöne Zeit 🙂

Egal. Wir nutzen unsere Slocum so gut, wie wir das eben hinkriegen und erfreuen uns daran. Und wenn wir hier darüber schreiben, dann könnt ihr euch vielleicht auch dran erfreuen (oder Anregungen oder neue Ideen holen). Und nun komme ich zu dem Grund, warum ich diesen Artikel überhaupt schreiben wollte: Das Wochenende (22.-23.06.19) ist vorbei, wir waren mal eben schnell auf Wangerooge und aber ich habe gerade erst das letzte Wochenende „verdaut“ (also Schreibtechnisch fertiggestellt).

Weil Angela und ich aber finden, dass das letzte Wochenende so toll war, dass wir das „bloggen“ sollten, machen wir das auch. Das dauert aber vermutlich einige Tage und hoffentlich nur bis maximal Freitag, denn fürs kommende Wochenende haben wir schon neue Pläne mit uns und dem Boot… und tolle Bilder haben wir auch gemacht, die sollte ich mal mit einbauen.

Und leider weiss man immer nie, für wen man das alles schreibt, weil Kommentare ja nicht soo üblich sind. Wäre vermutlich anders, wenn ich bei FB rumhampeln würde; will ich aber nicht. Aber über ein nettes Kommentar hier freuen wir uns natürlich und kostet auch nichts, ehrlich!

Iris

Wo wir gerade bei Namen sind (hier): Eine Iris ist auch noch dazu gekommen. Und diese Namensgebung ist durchaus naheliegend, denn ich habe als Ersatz und aus Neugier einen weiteren Pinnenpiloten gekauft. Nichts neues, sondern was recht altes von einem älteren Herren, der leider nicht mehr segeln kann und so nach und nach alles verkauft. Das besondere an diesem Pinnenpiloten (auch ein Autohelm-Gerät, aber anderes Modell): Es gibt sogar eine Windfahnensteuerung und sowas wollte ich immer schon mal haben bzw. ausprobieren! Und laut dem Herren wurde diese nie benutzt. Ich bin da zwar auch noch nicht zu gekommen, uns mal vom Wind steuern zu lassen, aber wir sind kurz davor…

Auf jeden Fall hat unser Andreas aktuell leider einen Wackelkontakt im Anschlußkabel (weil ich nicht gut löten kann), also war es die Gelegenheit, den Ersatzpiloten einzusetzen. Dieser funktioniert etwas anders als der neuere: Beim neuen muss man nur auf Auto schalten und er steuert den anliegenden Kurs. Das ältere Modell hat oben drauf eine Kompassrose, mit welcher man den gewünschten Kurs einstellen muss. Das ist schon deswegen tricky, weil Bordkompass und Pilotenkompass nicht 100% übereinstimmen. Und wenn man dann den Pinnenpiloten aktiviert und der macht erstmal eine Kursänderung von 10 Grad, dann muss man entsprechend richtig(!) nachjustieren. Außerdem reagiert dieses Gerät etwas träger auf Kursanpassungen und im Allgemeinen ist es im Umgang etwas empfindlicher, aber mit so robustem wie schlanken Gehäuse.

Tja, und wenn wir den Andreas haben, wie heisst dann das Gerät an seiner Seite? Na, Iris natürlich!

Schlecht geknipst, aber alles wichtige drauf von Iris

Baunummer 1 kam zur Insel

Ich hatte es hier schon erwähnt und nun war es so weit: Andreas, unser treuer Verbindungsoffizier an der Küste, schickte Angela ein Foto eines Artikels, welcher wohl im „Inselbote“ steht. Ich habe mir erlaubt, dieses Foto (etwas begradigt) hier einzustellen, immerhin bin ich ja selbst die Quelle des Inhalts und werde auch erwähnt:

Dafür ist das Foto unten nicht ganz drauf… naja, Bilder von der Slocum finden sich in diesem Blog ja genug 🙂

Was noch zu tun ist

Holger

Meine erste Idee war, eine Liste von noch zu erledigenden Dingen rund um die Slocum zu erstellen, wo man das dann wunderbar abhaken kann.

Aber ich denke, das hat keinen Sinn 🙂 Es gibt doch immer was zu tun, so eine Liste ist unendlich. Der einzige Vorteil wäre: Ich vergesse doch immer wieder Kleinigkeiten, und so eine schriftliche Notiz könnte da helfen.

Was wir auf jeden Fall noch machen wollen: Das Deck muss wirklich gestrichen werden, und die Scheuerleiste braucht auch neuen Lack. Da kann man dann die Pinne auch gleich mit machen, die Handläufe auf dem Kajütdach natürlich auch. Das andere/ neuere Funkgerät wollte ich ja auch noch einbauen und hier und da müssen noch Haken hin, um Dinge aufzuhängen. Ausserdem… nee, ich lass das lieber mit der Aufzählung…

Ich werde Mängel, Ideen zur Verbesserung, dringende Dinge etc. so wie so in dem ein oder anderen Artikel erwähnen. Also erfährt es auch der geneigte Leser 🙂

Heute zu Wasser gelassen

Angela

Im OYC wird traditionell geslippt, so richtig mit Trecker und Winde und vielen Leuten undundund. Und eigentlich geht immer irgendwas schief. Heute war es zunächst das Wetter, welches uns gehörig einen Strich durch den Zeitplan machte: Es regnete ununterbrochen.

Es standen auch noch einige andere Boote im Weg, sodass erst rangiert werden musste, um Platz zum Slippen zu schaffen.

Als es endlich so weit war, hatte die Tide schon gedreht. Das ablaufende Wasser machte das Loskommen vom Trailer schwierig. Und gleich nach der Slip-Rampe kommt der erste Dalben vom Steg, ein grosses dickes gelbes Beton-Ungetüm. Da sind wir natürlich gegen getrieben. Aber Dank der Hilfe von Club-Kameraden kamen wir auch da frei und konnten endlich fahren.

Letztendlich liegt sie aber nun am Steg😉