Segel-Blogs und wie man sie findet

Komischer Titel? Aber ja: Wie findet man Segel-Blogs?
Denn ich weiss, dass mindestens zwei der hier Mitlesenden gar keine Segler sind und die haben diese Seite nicht gesucht sondern nur gefunden, weil sie uns „auch so“ kennen. Natürlich muss ich nicht weiter erklären, wie man (andere) Segelblogs findet: Entweder man stolpert bei einer Internet-Recherche über eines oder findet einen Link in einem entsprechenden Forum oder gar bei Facebook, oder, ganz wie bei den Veganern: Der Segler erzählt einem, dass er ein Blog betreibt. Oder noch fast ganz anders und davon möchte ich kurz erzählen.

Ein Segeltörn an der Ostsee

Dieses Mal sind meine Mädels mitgefahren zum Segeln auf der Ostsee. Alle freiwillig und drei ohne Segel- Erfahrung. Wir sind Donnerstag schon gestartet mit dem Van eines lieben Bekannten, damit wir nur ein Auto brauchten.

Der Törn startete in Stralsund. Wir durften eine Nacht vor Beginn der Reise an Bord übernachten, damit es auch pünktlich losgehen konnte. Es sollte rund Rügen gehen. Auf Grund des starken Windes wurde aber umgeplant. Es ging in den Greifswalder Bodden. Für mich super, denn so lernte ich 2 weitere Häfen kennen (Rund Hiddensee und Rügen hatte ich ja bereits im Mai absolviert). Der erste Schlag war mit Windstärke 6 schon ganz ordentlich! Alle Mädels seefest 🙂

Ein ganz normaler Segelwochentag

Heute (Dienstag, 18.06.) war ja echt mal schönes Wetter und ausserdem hatte ich letztes mal mein Portmo, äh, Portemo, äh, meinen Geldbeutel im Boot liegen lassen. Da mussten wir also noch mal hin und den holen!

Schon gegen Mittag per Mail abgesprochen, dann Feierabend, zuhause umziehen, Kinder zusammenscheissen, Frau einfangen und ab auf die Autobahn Richtung Jadebusen. Den Chevy mal etwas mehr Gas gegönnt, der Tempomat wurde erst bei 116 km/h eingeschaltet 🙂 (ganz am Rande: Damit dauert die Fahrt eine gute Dreiviertelstunde. Als ich neulich mal mit unserem BMW nach Hooksiel geballert bin, brauchte ich 36 Minuten von Haustür zu Schranke und hatte ca. 225km/h aufm Tacho, also was soll die Jagerei).

Kreuzkurse

Auf dem Rückweg vom WSC nach Hooksiel kam der Wind ja so nördlich, dass wir  Segler kreuzen mussten und leider den Kurs nicht direkt anlegen konnten. Was sofort auffiel: Alle anderen „neueren“ Boote konnten viel mehr Höhe laufen als wir. Ich nehme an, das liegt hauptsächlich an neueren Segeln… wir haben ja alte Lappen, die vermutlich schon 30 Jahre und älter sind. Und Wanten und Stage muss ich auch dringend nachspannnen. Natürlich kommt noch hinzu, dass wir keine besonders guten oder erfahrenen Segler sind. Und unsere Slocum ist auch recht schwerfällig, die braucht ne Weile, um in Schwung zu kommen. Wenn wir also nach einer Wende zu hoch an den Wind gehen oder sicherheitshalber einem anderen, der sich von querab nähert, ausweichen, dann braucht es eine Zeit, um wieder ordentlich Fahrt aufzunehmen.