Zettel machen

Ich muss mich eben selbst daran erinnern: Wenn ich einen Hafen anlaufe, bei dem ich schon mal war, dann sollte ich mir einen Zettel bereit legen, um mich an alle Besonderheiten dieser Station zu erinnern.
Auf diesen Gedanken wurde ich gebracht, als wir neulich beim SWE Elsfleth festmachten. Wir sind da sehr gern, weil man da so ruhig und idyllisch liegen kann und die Tide einen dort nicht stört. Zudem ist die Pizza bei Cosimo immer lecker.

Überführung 2019

Die Überführung unserer Slocum in allen Details können wir uns wohl sparen, denn sooo viel ändert sich navigatorisch auch nicht in einem Jahr auf der Strecke Oldenburg-Elsfleth-Bremerhaven-Hooksiel. Aber doch, es gibt nun den Heinrich-Punkt dort zwischen Jade und Weser, dem werde ich aber noch einen weiteren Artikel gönnen. Ausserdem gibt es immer einiges zu erzählen, also los:

Auf Grund der Tide wollten wir (Kar)Freitag morgen um 8:00 los. Meine Überlegungen:

  • Niedrigwasser in Elsfleth ist um 09:48 Uhr
  • Wir brauchen für die Hunte ca. drei Stunden
  • Vor der Huntebrücke muss man warten, also sollte es da nicht so strömen

Sturmflut in Elsfleth

Ganz aktuelle Bilder: Heute, am 08.01.2019, war ja eine Sturmflut für die Norddeutsche Küste vorhergesagt. Das Hochwasser sollte bis 2m über dem normalen Hochwasser sein, das ist schon beeindruckend. Weil es gerade passte, sind Angela und ich zum HW (ca. 16:00) nach Elsfleth gefahren, um uns das mal anzuschauen. Das muss man mal gesehen haben, auch wenn die Windböen einem schon ganz schön zusetzen können.

Trockenen Fusses kommt man nicht zum SWE oder zu seinem Boot in der Halle
So ziemlich alles unter Wasser
Das Huntesperrwerk geschlossen, keiner kommt durch

Wassermangel

Da habe ich gestern aber doof geguckt, als ich am Buschhagen-Steg war: Das Motorboot eines Vereinskameraden lag scheinbar auf statt im Wasser:

Voll auffe Backe

Ich habe ja schon einige besondere Niedrigwasser erlebt, aber das noch nicht. Im letzten Frühjahr hatte ich bewusst mit unserer Slocum auf dieser Innenseite des Steges gelegen, damit ich, sobald das Boot bei Niedrigwasser mit unseren 1,45m auf Grund liegt, sorglos meinen Echolot-Geber wechseln kann. Aber so flach wurde es gar nicht, die Slocum schwamm immer und ich habe den Geber dann so gewechselt und eben die paar Liter Wasser aus der Bilge wischen müssen. Da ich gerade einen Zollstock dabei hatte, habe ich mal spontan nachgemessen: 75cm! Das ist wirklich wenig.

Schwan von Oldenburg

wir nähern uns mit Troll der Schwan

Gestern wurde ich vermutlich ein (kleiner) Teil der Oldenburger Stadtgeschichte: Ich war als Crewmitglied an Bord des Schleppers Troll von Henning, um die Schwan von Oldenburg auf ihrer (vermutlich) letzten Reise zum Osthafen von Oldenburg zu schleppen. Dort wurde sie von zwei grossen mobilen Kränen aus dem Wasser gehoben.
Einge Tage vorher war ich schon an Bord der Schwan, um einen mutmasslichen Interessenten an der Übernahme des Schiffes beratend zu begleiten (seinen Namen nenne ich mal nicht 😉 , aber er hat sich gegen eine Übernahme entschieden). Es wurde etliches von Bord geräumt. Nicht nur, um das Schiff zu entlasten, „damit weniger Wasser reinkommt“ (O-Ton), sondern sicherlich auch, um natürlich zu verhindern, dass irgendwelche Umweltunverträglichen Betriebsstoffe ins Wasser kommen und um Wertsachen der Entsorgung zu entziehen. Für Kapitän Kruse steht eigentlich fest: Das Schiff muss verschrottet werden. Aus seiner Sicht eine vernünftige Feststellung: Angenommen, jemand würde die Schwan etwas blauäugig übernehmen, um dann nach einigen Monaten festzustellen, dass das doch alles nicht so schnell und günstig geht wie eigentlich gedacht, dann würde das Schiff irgendwo mehr oder weniger öffentlich vergammeln, weil es einfach nicht weitergeht. Und sowas fällt dann schnell zurück auf Herrn Kruse. Das will er natürlich nicht, sehr verständlich.