Die Saison geht zu Ende

Endlich haben wir es auch geschafft, unser Boot liegt wieder in der Nähe 🙂

Am Sonntag sind der Ehemann und ich in Hooksiel aufgebrochen um die Slocum nach Hause zu holen.
Geplant war die Überfahrt schon für letztes Wochenende, aber meistens kommt es anders als man denkt.

Die Überfahrt war problemlos. Nur in der Schleuse hab ich mich auf dem rutschigen Schwimmsteg abgelegt! Hui, was für ein Schreck! Aber es ist alles heile geblieben (außer meinem Stolz).

Auf der Jade schien sogar die Sonne. Ab der Weser zog der Himmel zu. Der Wind nahm vor Bremerhaven merklich ab. Alles lief so gut, dass wir uns entschlossen bis Elsfleth durchzufahren. Der Ehemann bereitet unter Deck eine kleine Mahlzeit zu, so blieben wir warm.

Hinter Nordenham fing es leicht an zu regnen. Da waren wir bereits knapp 8 Stunden unterwegs…

Bei Sandstedt wurde es langsam dunkel. Zum Glück sind die meisten Tonnen auf der Weser beleuchtet. Es regnete immer noch leicht.

Vor Brake kippte die Tide. Wir hatten Stillwasser und fast Windstille! Die Sonne hatte bis dahin einen zauberhaften Sonnenuntergang beschert. Nun war es komplett dunkel. Keine Sterne, kein Mond am Himmel, nur Wolken und leichter Regen.

Es wurde immer später und die Weser strömte gegen uns. Wir riefen den Sohn an, ob er uns wohl später aus Elsfleth mit dem Auto abholen wollte.
Außer uns schien kein Boot auf der Weser unterwegs zu sein.

Es wurde noch mal spannend, als wir in die Hunte abbiegen wollten! Das Sperrwerk ist so beleuchtet, dass mich die ganzen Lichter verwirrt haben! Ich hätte die Einfahrt verpasst, aber der Ehemann fuhr sicher durch das Lichtermeer. Dann tauchte vor uns endlich der Steg des Stadthafens auf.

Nach dem Erlebnis am Morgen hatte ich keine Lust mehr auf den Steg zu springen! Wir besprachen unsere Vorgehensweise während einer Ehrenrunde und legten das perfekte Anlegemanöver hin! Leider hat es zu der späten Stunde keiner gesehen 🙂

Tatsächlich erschien der Sohn mit dem Auto und brachte uns nach Hause. 12 Stunden auf dem Wasser, das ist Rekord für uns 🙂

Ein Segeltörn an der Ostsee

Dieses Mal sind meine Mädels mitgefahren zum Segeln auf der Ostsee. Alle freiwillig und drei ohne Segel- Erfahrung. Wir sind Donnerstag schon gestartet mit dem Van eines lieben Bekannten, damit wir nur ein Auto brauchten.

Der Törn startete in Stralsund. Wir durften eine Nacht vor Beginn der Reise an Bord übernachten, damit es auch pünktlich losgehen konnte. Es sollte rund Rügen gehen. Auf Grund des starken Windes wurde aber umgeplant. Es ging in den Greifswalder Bodden. Für mich super, denn so lernte ich 2 weitere Häfen kennen (Rund Hiddensee und Rügen hatte ich ja bereits im Mai absolviert). Der erste Schlag war mit Windstärke 6 schon ganz ordentlich! Alle Mädels seefest 🙂

Der Wind kam achterlich (von hinten), somit war es an Bord merklich angenehmer als befürchtet.

Die Skipperin hatte einen Hafen in der Peene gewählt. Sehr schön gelegen. Das Wetter war phantastisch und wir konnten bis in die Hafeneinfahrt von Karlshagen segeln.

Am nächsten Tag ging es über den Bodden nach Rügen. Eine ruhige Überfahrt. Sehr entspannend. Als wir im Bodden ein anderes Boot überholten, bekamen wir Anerkennung gezollt. Wir, das Mädel-Boot segelten unter vollen Segeln, während die Bavaria motorte, wir wurden sogar fotografiert.

Abends lagen wir in Lauterbach. Dort ist die Vilm-Werft ansässig.

Es lagen einige schöne Vilm-Yachten im Hafen❤️ Wir sind ein geiles Anlegemanöver gefahren!

Am letzten Tag habe ich meine Mädels allein gelassen und bin auf dem 2. Boot mitgefahren. Dort geht es sportlicher zur Sache und es wurde (leider) weniger gelacht. Aber ich hatte Spaß!

Eine Segelfahrt mit so viel Lage habe ich noch nicht mitgemacht! Windstärke 7 in Böen 8! Es war so toll!

Vor Stralsund mussten wir die Brückenöffnung abwarten. Die Boote wurden nebeneinander gelegt und es gab noch mal Kaffee an Bord. Während wir warteten, kam eine dritte Yacht längsseits und bat darum mit durch die Brücke gezogen zu werden.

Kein Problem für den Skipper!

Eine liebe Freundin überredete mich dann, mir ein Meilenbuch ausstellen zu lassen.

Das Wochenende war wunderschön, den Mädels hat es auch gefallen 😉

www.seatrips.de

Urlaub im August 2. Woche 2. Teil

aus Sicht von Angela

Mittwoch war geplant: Heimreise über Nacht mit Schlafen im Schleusenvohafen Hooksiel. Aber, wie schon so oft in diesem Urlaub: die Vorhersagen änderten sich und es klang wenig attraktiv… also Mittwoch durchs Watt bis Spiekeroog. Sehr schöne Überfahrt! Gesegelt auf dem Prickenweg, Sonne…

Donnerstag nun 30 Seemeilen segeln nach Hooksiel. Vorhergesagt war leichter Wind aus West. Musste doch ne nette Überfahrt werden! Also ich sag mal so: es war ok. Wir sind zwar von einer mords Dünung vor Wangerooge überrascht worden und haben dank eingeschlafenem Wind ewig gebraucht, aber entschädigt wurden wir von einem tollen Sonnenuntergang, einem unbeschreiblich schönen Mond, einer seichten Jade und einer Nacht vor Anker, die mit einem super Sonnenaufgang endete. Durch die Dünung vor Wangerooge ist einiges durcheinander gepurzelt an Bord! Das war doof.

Im Hooksmeer angelegt, haben wir erst mal eine Mütze Schlaf nachgeholt und später das schöne Wetter genossen. Samstag dann suppen bis in den alten Hafen und am Strand Bier und baden, geil!

Sonntag: das letzte Frühstück an Bord wurde genossen und der Tag voll ausgenutzt 😉

Dieses Mal sind wir mit Gudrun und Boris Richtung Insel im Hooksmeer aufgebrochen. Was für ein herrlicher Sommertag! Vor der Insel vor Anker lagen Freunde von uns, die uns zum Urlaubsende ein Bier ausgaben, sehr schön!

2. Woche 1. Teil

aus Sicht von Angela 😉

Samstag (17.08.) wachte ich durch Regenprasseln und Windheulen auf. Dieses Mal stimmte die Vorhersage also 😉

Gegen Mittag hörte der Regen auf und der Ehemann machte mir das Klapprad klar.

Ich umrundete mit Rückenwind die Insel und freute mich am Strand über einen Augenblick Sonne. Im Inseldorf hatten viele Geschäfte bereits geschlossen, es war Samstag- Mittag…

Zurück an Bord gab es einen kleinen Imbiss und es fing an zu schütten wie aus Eimern, Glück gehabt! Wir legten eine Siesta ein, denn abends ging es ins Pub auf Bier und Burger 🙂

Sonntag planten wir die Weiterfahrt nach Langeoog.

Oder Montag? Wir waren schon so im Urlaubsmodus, dass wir die Tage nicht mehr wussten 😉 Weiterfahrt war Sonntag, ist ja wichtig für die Tidenberechnung!

Das Wattfahwasser vor Langeoog war nicht spektakulär, was auch am wolkenverhangen Himmel liegen konnte. Ich sah wieder jede Menge Seehunde und wir hatten ordentlich Welle.

Das Boot Mr Krabbs hatte fast eine Stunde nach uns Spiekeroog verlassen, holte uns aber am Wattenhoch ein. Als wir wieder tieferes Wasser unterm Kiel hatten, überholte Mr. Krabbs. Das Gute war, als wir in den Hafen einliefen, standen die beiden Skipper am Steg und halfen uns beim Anlegen, vielen Dank dafür 🙂

Am darauffolgenden Tag liefen wir in den Ort 3,7 km!

Ich war ohne Jacke losgezogen und prompt wurden wir auf die letzten Meter nass! Also kaufte ich für 30,- Euro eine Regenjacke bzw besseres Wetter, denn natürlich regnete es nicht mehr😂

Spontan stiegen wir am Bahnhof in eine Kutsche zur Meierei am Ostende der Insel. Dort hatten wir 1 Std Aufenthalt mit lecker Brotzeit und Blick über die Dünen auf die Nordsee.

Zurück im Ort kauften wir ordentlich ein und erwischten einen Zug der Inselbahn zurück zum Hafen.

Für Mittwoch planten wir die Rückreise nach Hooksiel. Ab Donnerstag war mit Ostwind zu rechnen und die Tide wurde sehr ungünstig für eine spätere Rückfahrt.

Urlaub im August

1.Woche aus Sicht von Angela😃

So, endlich 14 Tage frei!

Als erstes: Sturm über Norddeutschland! Na toll!

Sonntag auch noch von Migräne geplagt… hätten eh nicht fahren können.

Dienstag sah es besser aus, also 8:00 Uhr durch die Schleuse.

Vorhersagen waren so lala, Regen, Wind aus der falschen Richtung- alles wie immer.

Dieses Mal kam nur hinzu, dass es schüttete wie aus Eimern und sich das Vorsegel nicht mehr aufrollen ließ und einriss. Naja

Abends las ich Handbücher und Karten, denn es sollte gleich weiter gehen nach Spiekeroog.

Doch am Morgen hielt sich das Wetter nicht an die Vorhersagen! Es regnete und wehte, das war nicht abgemacht 🙁

Ich schmollte und verfluchte den August mit seinem Sch…Wetter.

Aber, ab Mittag klarte es auf und die Sonne kam raus.

Gegen Abend war die See platt wie ein Ententeich! Unverschämt, jetzt ging die Abfahrt nach Spiekeroog aber nicht mehr, weil dass Watt hoch rausguckte (Foto)

Am Donnerstag sind wir mit der Inselbahn in den Ort Wangerooge gefahren.

Wir haben einen Geheimtipp am Strand besucht und sind einkaufen gewesen.

Freitag dann endlich weiter nach Spiekeroog. Die Überfahrt war problemlos. Wir haben soo viele Seehunde gesehen, wie süß! Spiekeroog ist niedlich 🙂

Besuch bei den Nachbarn

Angela

Am Freitag war ein toller Törn geplant… leider sind Wind und Welle nicht immer so wie vorhergesagt… wir mussten unser Vorhaben abbrechen. Gefrustet schleusten wir zurück in das Hooksieler Binnentief. Aber: da waren doch Anja und Axel in der Nachbarbucht auf ihrem Boot! Also erst mal zu den beiden geschippert und quer vor der Kairos etwas unkonventionell angelegt zum übergestiegen. Herzlich wurden wir empfangen und auch ein wenig darüber hinweg getröstet, dass Spiekeroog weiter auf uns warten muss.

Bevor es dunkel wurde, sind wir aber doch zu unserer Box gefahren 😉

Eine Nacht auf dem Hooksmeer

Angela

Weil wir erst Samstag zum Boot konnten und das auch erst spät, hatten wir für dieses Wochenende kein Ziel auserkoren. Abends sind wir in Hooksiel eine Pizza essen gegangen. Zurück im Hafen wurde abgelegt und wir fuhren zur Insel, die im Hooksmeer liegt. Dort ließen wir an unserem Lieblingsplatz den Anker fallen und warteten auf die Nacht.

Am nächsten morgen war es schon um 10:00 Uhr sehr sehr warm. Es sollte der heißeste Tag des Jahres werden! Gegen 11:30 Uhr war ich schon so gar gekocht, dass ich vom Boot ins Wasser gehüpft bin.

Wer die Slocum kennt, weiß das wir keine Badeplattform haben. Als ich abgekühlt war, musste ich mich über eine Strickleiter an Bord bringen!

2 Versuche scheiterten (Schwerkraft, Hintern, dünne Ärmchen und so). Der Mann begann also für meine „Rettung“ das Schlauchboot aufzupumpen😂.

Dann wagte ich noch einen Anlauf und zog mich hoch. Nicht elegant, aber effektiv😂.

Meine Badehose, die zum Trocknen mit Wäscheklammer an der Reling hing, wurde kurze Zeit später weggeweht! Es hatte stark aufgebriest!

Wir hatten nur den kleinen Heckanker ausgebracht und der Wind trieb uns plötzlich, trotz Anker, auf die Insel zu!

Also hieß es ablegen. Ein aufmerksamer MoBo- Fahrer, der ebenfalls ankerte, rief uns noch herüber, dass der Anker nicht hält.

Schön, dass das nicht in der Nacht passiert ist.

Wilhelmshaven feiert

… und wir mit dabei! Der Segel- Club Wilhelmshaven wurde 111 Jahre alt und WHV selber 150 Jahre. Für das Jubiläum hatte sich der Segelclub gewünscht, zur Regatta 111 Boote angemeldet zu bekommen. Leider meldeten sich „nur“ etwa 60, aber man konnte sich auch als Begleit- Boot melden und das haben wir dann getan 😊

Freitag nach der Arbeit sind wir schnell nach Hooksiel gefahren damit wir um 16:00 Uhr die Schleuse nehmen konnten.

Gemütlich ging es auf der Jade Richtung WHV. Mit uns hatten noch 2 weitere Segler den selben Weg.

Die Vorhersagen waren für dieses Wochenende mit sehr viel Wind, aber es kam genau anders!

Die Steuermannsbesprechung konnten wir pünktlich besuchen. Der Liegeplatz war für das Wochenende kostenlos. Danke WSC! T-Shirts gab es auch noch obendrauf.

Morgens wurde Frühstück im Bootshaus angeboten.

Bei der Regatta selber konnten wir noch behilflich sein, unser Päckchen- Nachbar hatte ein Problem mit seinem Motor und ließ sich von uns rausschleppen. Hauptsache dabei sein👍

 

 

 

 

Später am Abend gab es eine Regatta- Fete mit Johnny Glut und eine Lichter- Show mit Wasser- Schiff. Sehr schön!

Sonntag sind wir zum Glück recht zeitig aufgebrochen.

Als wir im Hafen fest lagen, kam ein dolles Gewitter runter, mensch, waren wir froh nich mehr draußen zu sein!

Seminar: maritimes englisch, nur für Frauen

Angela
Am Samstag war ich zu einem Seminar des Regionalverband Segeln Weser-Ems im Seglerverband Niedersachsen eingeladen.
Dieses Seminar richtete sich ausschließlich an Frauen, was ich immer sehr begrüße 😉
Das Thema heute lautete: maritimes Englisch

Letztes Jahr fanden die Seminare im Bootshaus des SWE Elsfleth statt. In der Mittagspause konnten wir bei Cosimo lecker italienisch essen…
Dieses Jahr fand das Seminar in Elsfleth im maritimen Kompetenzzentrum statt. Das ist auch mal spannend. Dort war ich vorher noch nicht gewesen.
In der dortigen Kantine gab es übrigens auch was leckeres zu Essen, allerdings kein Auswahl- Menü 😉

Zum Thema des Seminars: es war in 4 Teilbereiche aufgegliedert:
– custom information, enrolment, registration
– basic technical english
– port/harbour plans, everyday situations on board, weather forecast
– IRPSC basics, VHF basics, medical basics

Die Dozentin selber war aus Mecklenburg- Vorpommern angereist, dort hat sie mit ihrem Mann eine Yachtschule und sie ist Englisch-Lehrerin. Insgesamt waren wir 20 Teilnehmerinnen.

Das Seminar war sehr kurzweilig und informativ. Wir haben viel gelacht und gute Unterlagen an die Hand bekommen, die ich mit an Bord nehmen werde.

Für uns hat die Saison bereits wieder begonnen

Angela
Samstag sind wir zu unserem Boot gefahren. Draußen war es ungemütlich mit Dauerregen und 8 Grad. Aber unser Boot steht ja in der großen Halle unseres Yachtclubs, dort ist es trocken!
Das Boot, wenn es so an Land steht auf seinem Trailer, ist ganz schön hoch! Das erste mal die Leiter hoch steigen und an Deck klettern war gar nicht so einfach für mich…
Aber wenn man erst mal oben steht, geht das. Denn die anderen Boote sind ja genauso hoch und man muss ja nicht in die Tiefe gucken.
Der Ehemann hat im Boot rumgewerkelt (Seeventile ausgebaut, Funkgerät getauscht und so Sachen) und ich habe begonnen die Scheuerleiste zu streichen. Manche Farben soll man nicht unter 7 Grad Außentemperatur benutzen. Aber für die Holzteile am Boot haben wir ein Öl, das geht auch bei 6 Grad Außentemperatur.
Gegen den Hunger am Mittag hatten wir uns Kürbissuppe eingepackt. Endlich wieder an Bord essen, obwohl ich da an wärmere Tage gedacht hatte!


Nach 4 Stunden hatte ich das Boot einmal komplett in Öl gelegt 😉 Dem Ehemann fehlte Werkzeug und uns schmerzte der Rücken. Somit wurde der erste Arbeitseinsatz für beendet erklärt.

Es werden noch einige folgen, es ist viel zu tun! Aber das gehört auch zum Spass, denn wir wollen ja ein sicheres und ordentliches Boot haben.