Und schon wieder Wilhelmshaven Teil 2

Mein Mac hat sich beruhigt, ich auch, also kann ich unser Wilhelmshaven-Wochenende zu ende erzählen:

Von der Bühne 2 am Valoisplatz bis zur Nassau-Brücke sind es locker drei Kilometer, mir kam es sogar noch länger vor. Wir beide waren müde und freuten uns auf unsere Koje. Das ist immer soooo gemütlich!

Am nächsten Morgen machte ich Frühstück, es gab Aufbackbrötchen und Müsli. Lecker. Dann gingen wir noch Duschen (immerhin haben wir 50 Euro Pfand für den Schlüssel hinterlegt). Die Dusche selbst ist OK (50 Cent für fünf Minuten, die man nicht pausieren kann), aber leider lief das Wasser nicht gut ab und man stand immer mit nassen Füssen da. Außerdem muss man durch den Duschraum gehen, um zur Toilette zu gelangen. Als ich dabei war, mich abzutrocknen kam doch glatt einer rein und wollte… er hat dann aber draußen gewartet. Danke.

Wir genossen den Vormittag im Cockpit, weil es wirklich super mildes Wetter mit schönster Sonne war. Um 13:12 Uhr sollte Hochwasser sein, danach wollten wir los. Schön mit ablaufend Wasser nach Hooksiel. Alle Stunde (+10 min.) hörten wir Jade-Traffic auf Kanal 63 ab, die berichteten aber nichts schlimmes. Nur eine Windwarnung für die Ostfriesische Küste mit Böen bis 7… hui. Wann das genau kommen sollte wurde nicht gesagt.

Als es so weit war, legten wir bei fast Flaute und viel Sonne ab, zogen im Hafen noch das Groß hoch und eierten raus. Es war zwar wenig Wind, aber immerhin kam er nicht von vorn sondern schön halb, so Südost. Einige Zeit bevor wir ablegten, zog eine dunkle Wolkenschicht über uns hinweg. Die sah nach Regen aus, aber nichts geschah. Nun auf der Jade holten wir diese Wolken so langsam wieder ein und die Sonne wurde verdunkelt. Noch vor dem JadeWeserPort drehte der Wind plötzlich auf Nordwest und nahm zu. In Böen ne 5, locker. Gut, dass wir das „gerochen“ hatten und schon vorher das Groß runter nahmen. Maschine liessen wir mitlaufen, für alle Fälle und nur mit der Fock segelten wir Richtung Hooksiel. Nun Wind gegen Strom, der Revierkundige Segler kennt das: Kurze Hackwellen mit Schaumkämmen. Unsere Slocum hoppelte da sicher durch, vermutlich ist die für genau so was gebaut 🙂

Wir steuerten die H3 an, konnten auf dem Weg das Segel einrollen und von dort aus auf den Vorhafen zufahren (immer etwas vorhalten, wegen dem ablaufenden Wasser!). Wieder hatten wir ungefähr zwei Stunden für die gut 9sm gebraucht. Das will ich aber irgendwann mal schneller schaffen…

Nun noch durch die Schleuse, die ja keine Hürde darstellt und wer es nicht kennt, der glaubt es nicht: Im Hooksmeer war Sonne, kaum Wind, Schmetterlinge flatterten übers Cockpit. Irgendwie muss die Schleuse eine Wettergrenze bilden, denn egal, wie es draussen bläst und schäumt, auf dem Hooksmeer ist es mild und angenehm. Ach, irgendwie finden wir das total gut so! 😉

Wenn es ein Fazit geben sollte:
Wilhelmshaven und dort die Nassaubrücke ist immer eine gute Alternative, wenn man mal übers Wochenende einen kleinen Schlag machen möchte. Das wird von Horumersiel auch genauso gehen, man muss nur rechtzeitig dort rauskommen. Wir werden das auf jeden Fall nun öfter in Betracht ziehen, denn auch bei etwas mehr Wind kann man es Richtung Jadebusen noch gut aushalten und die Nassaubrücke hat so wie so ihren eigenen Charme.

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