Der Mast steht

Heute haben wir den Mast gestellt. Da wir ja an der Buschhagenhalbinsel, dem „Hauptsitz“ des OYC, über die Sliprampe ins Wasser gehen, müssen wir zum Maststellen mindestens zum Stadthafen, denn sowohl die Cäcilien- als auch die Amalienbrücke sind uns in der Höhe im Weg.
An unseren Clubeigenen Stegen beim Schwan haben wir auch einen Mastkran, aber ich nutze die Vorteile, den Mast mit Bordeigenen Mitteln zu stellen, auch wenn es für mich etwas aufwendiger ist. Welche Vorteile? Ich kann den Mast stellen, wann ich will (und sogar wo ich will), muss keinen eingewiesenen „Mastkranwart“ bitten, herzukommen und brauche auch kaum andere weitere Helfer. Dazu kommt, dass das Huntebecken beim Kran mittlerweile recht flach bei NW ist, so dass man gute Chancen hat, mit etwas mehr Tiefgang aufzubrummen.

So ganz alleine kann ich den Mast natürlich auch nicht stellen. Angela ist dabei und mein Schwager Stephan hilft auch gern. Im Grunde gehts mit zwei Leuten, aber kräftige Hände sind schon hilfreich, weil ja der Mast auch weiter nach hinten gewuppt werden muss, um in den Mastkoker zu kommen. Und ich bin ja auch keine fünfzig mehr… aber ab dann, wenn die Oberwanten angesetzt sind, der Spibaum mit Vorstag und Ankerwindenseil angetüdelt steht, dann kann es schon losgehen. Am Anfang ist es natürlich schwer zu kurbeln und man sollte auch im Cockpit den Mast bzw. die Winde beim Heben etwas unterstützen, aber je besser der Winkel wird, desto leichter geht es. Angela schafft das.

Heute war noch die kleine Herausforderung, dass ich an das eine Vorstag die Top-Reff-Anlage montiert habe (am anderen Vorstag wurde der Mast gestellt). Die Rollanlage war die anderen Jahre nicht dran, aber dieses Jahr will ich das mal ausprobieren, nachdem ich die unter einer Koje fand und verstanden hatte, was das ist und wie das soll. Wir haben ja noch das zweite Vorstag, um ein Segel anzuschlagen, falls das Top-Reff nicht gut hinhauen sollte. Im Mastlager liegt sogar noch eine Schiene, aber da soll irgendein Teil fehlen. Egal, geht auch mit Stagreitern, so wurde die Top-Reff ja konzipiert. Ich habe sogar daran gedacht, vorher das Fockfall durch den oberen Wirbel zu ziehen, da wäre ich sonst kaum mehr angekommen 🙂

Und dieses Jahr haben wir auch daran gedacht, die Flaggenleinen durch die kleinen Blöcke an den Salingen zu ziehen. Dann müssen wir die Stander nicht mehr an die Wanten tüdeln (das war immer voll doof, weil die an den Drahtseilen stets runter rutschen). Dafür habe ich versäumt, meine LazyJacks schon mal um die Salinge zu legen. Also noch mal so wie letztes Jahr….

Ganz am Rande bemerkt: Als wir losfuhren fiel uns auf, dass das Echolot nix anzeigte, nur out. Echt ungünstig, weil doch diese Tage dank des Ostwindes vielviel weniger Wasser aufläuft und ich konnte während der Fahrt wieder grübeln, was das sein könnte. Es stellte sich nachher raus, dass „nur“ der Stecker vom Geber an der Anzeige rausgeflutscht war. Relativ einfach zu fixen. Ich habe Buchse und Stecker dann mit Isolierband verklebt, das sollte also erstmal halten.

Winterarbeit: Anoden

Ich fand noch dieses Bild von den alten und neuen Anoden, mal zum Vergleich. Die Wellenanode sitzt gleich hinter der Schraube, die andere sitzt am Ruder, welches bei mir aus Metallblech ist. Am Rumpf über der Schraube sitzt auch noch eine Anode, aber die hat wesentlich weniger Verschleiss. Ich finde es ganz interessant, das mal so direkt zu sehen. Das Wechseln der Anoden ist natürlich eine einfache Sache, schwerer war da schon, bei SVB die richtigen neuen zu finden 🙂

Die alten haben zwei Saisons gehalten, aber nur eine davon an der Küste