Taschenlampen an Bord

Natürlich braucht man Taschenlampen auf einem Boot. Und jeder hat bestimmt mehr als eine an Bord. Eine liegt dann am Niedergang, eine am Bett, vielleicht hat man noch eine grössere als Scheinwerfer „irgendwo unten“ verstaut und manch einer hat auch Mehrzwecklampen, die einen Modus haben, um z.B. auch einen Raum (bzw. eine Kuchenbude) ausleuchten zu können.
Bei uns an Bord ist das ziemlich genau so. Und das hat mich eigentlich immer gestört, aus mehreren Gründen: Die eine Lampe war zu schwach, die nächste zu klobig, die andere konnte nur einen kleinen Punkt aber ganz weit leuchten, bei der anderen waren immer die Batterien leer, wenn man sie brauchte usw. Und deswegen habe ich uns beiden nun je eine neue Taschenlampe gegönnt. Natürlich gibt es da einen Clou: Man kann diese Lampen per USB aufladen, braucht also keine Batterien mehr vorhalten (und vergessen zu kaufen…). USB laden geht bei uns an Bord besonders praktisch, denn der Laderegler für die Solarpanele hat zwei USB-Buchsen.
Und die Lampen können noch mehr: Sie sind Energiezwischenspeicher, denn es sind auch so genannte Powerbanks und haben selbst eine USB-Buchse, um z.B. ein Handy aufzuladen. Meine Idee dabei: Solarstrom haben wir im Sommer reichlich und ich finde es immer schade, wenn die Sonne so schön scheint, aber unsere Bord-Batterien bereits voll sind (ja, klingt doof, aber so bin ich). Also kommen alle rein (Einweg-)Batterie-betriebenen Taschenlampen von Bord und wir verwenden nur noch diese…

Robust und Unverwechselbar

Diese Taschenlampe hat noch mehr Besonderheiten: Durch Mehrfachdruck auf den Powerknopf schaltet man durch folgende Modi: Volle Kraft – halbe Leuchkraft – Blitzblinken. Letzteres kann man ggf. nutzen, um schnell auf sich aufmerksam zu machen (drohende Kollision, ins Wasser gefallen, so Sachen). Der „Volle Kraft“-Modus macht wirklich viel Licht. Laut Werbung sollen es bis zu 250m Leuchtweite sein und das möchte ich gerne glauben. Ein schneller Test bei uns an der Strasse beleuchtete problemlos Baumkronen, die 130m entfernt an der nächsten Kreuzung stehen. Das sollte nicht nur zum Prickenfinden reichen. Dazu kann man vorn die Buchse um den Leuchtkörper längs verschieben und so von breitem Lichtkegel auf dünnen Strahl wechseln. Dazu kommt vielleicht noch, dass diese Taschenlampen eigentlich viel zu günstig sind (7,90 bei Pearl.de und nein, ich kriege für diese Werbung nix).

Und weil das kein Plastikkram ist sondern recht stabil und solide wirkendes Aluminium, habe ich gleich mal meinen Dremel hervorgekramt und unsere Namen dort eingraviert. Naja, meine Initialen als erster Versuch und dann konnte ich Angela ausschreiben….

Das einzige, was mir an diesen Lampen fehlt: Eine Handschlaufe oder eine Öse, um die Lampe ggf. irgendwo anzutüdeln. Wollen wir hoffen, dass sie nicht über Bord fallen!