Urlaub Teil 4

Angela

Gestern hatten wir einen spannenden Tag. Zuerst kamen wir nicht durch die Schleuse Neuer Hafen, weil so viele Schiffe raus wollten. Dann durften wir mit dem Zollboot Jade und einem weiteren Segler in die Schleuse. Leider verschätzten wir uns immens ( oder hat die Jade noch mal Gas gegeben?) Wir rumsten gegen das Schleusentor und um ein Haar wäre mein Fuß zwischen Reling und Schleusentor zerquetscht worden! Leider oder zum Glück fing die hölzerne Scheuerleiste unserer Slocum den Aufprall ab und nun hat sie einen Riss (die Leiste) 😒

Das war ein Schreck!

Weiter ging es die Weser hoch. Der Schreck saß uns in den Knochen… wir konnten das super Wetter gar nicht mehr genießen.

Als wir bei der Sportbootschleuse Elsfleth anriefen, bekamen wir auch noch einen Rüffel, dass wir zu spät anrufen würden, aber der Schleusen- Mann extra für uns nun los fahren würde.
Kurz vor der Schleuse winkte uns ein MoBo- Fahrer ran, der in Sichtweite der Schleuse ankerte. Sein Motor sprang nicht an, ob wir ihn zum Stadthafen (in der Hunter) schleppen könnten. Gegen den Strom, wir haben nur 20 PS in einem Langkieler und eigentlich wollten wir doch schleusen, der gute Mann wartete schon!
Doch Hilfe zuerst! Leine und Fender raus und los ging es. Tucker, tucker Richtung Hunte-Sperrwerk. Schleuse angerufen: Wenn du aus dem Fenster guckst, dann siehst du, wie wir jemanden schleppen, könnt ihr warten? Antwort: Nö. Der Schleusen-Mann setzte sich gemütlich in den Schatten und schaute unserem Abschleppmanöver zu, das gemächlich auf der Weser in die Hunte vorbei glitt.

Na gut, wir haben den Havaristen bis zur Elsfleth-Kaje geschleppt (dort, wo immer die Lizzy liegt ist ein Ponton) und die Leine im Vorbeifahren an einen wartenden Helfer übergeben. Ich glaube, so langsam ist der MoBo- Fahrer noch nie gefahren, über eine dreiviertel Stunde benötigten wir. Danach haben wir bei Jan am Stadthafen sauber angelegt.

Die Schleuse vom SWE angerufen, dass wir heute nicht mehr kommen. Das Anlege- Bier ist aber redlich verdient!

Auch heute keine Fotos, alles viel zu aufregend, um noch an Fotos zu denken und mein Daten- Volumen ist aufgebraucht😃😉

Urlaub Teil 3

Angela

Bremerhaven hat es echt drauf! Seit Donnerstag wird hier gefeiert: Es ist wieder SeeStadtFest! Wie machen die das immer mit dem schönen Wetter? Es liegen so viele tolle Schiffe hier: die Mir, Alex II, Avontuur, Prinz Heinrich, der Dampfeisbrecher Wal, ein großes Boot vom Zoll (Jade?), von der Marine und der Bundespolizei, der Nachbau der spanischen Galeere El Galeon, Hanse-Koggen und noch viele mehr. Die ganze Marina ist voll mit Sportbooten aller Art. Sie lagen sogar hier und da im Päckchen…

Gestern hatten wir Übernachtungs-Besuch auf der Slocum. Erst sind wir über die Feier-Meile gebummelt, dann haben wir Leckereien gefuttert und als es dunkel wurde, haben wir wieder ein super Feuerwerk über der Weser gesehen! Heute waren wir  auf dem Flohmarkt in der Fussgängerzone und nachmittags kam weiterer Besuch, quasi zum Kaffee/ Nachmittags-Bier😉

Jetzt reicht es mit feiern und morgen geht es ein Stück die Weser hoch.

Hooksiel-Bremerhaven

Holger

Hier mal eine etwas technischere Beschreibung der Überfahrt. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen, der (auch) zum ersten mal dort lang fahren möchte.

Egal, ob man von Hooksiel nach Bremerhaven oder anders rum fahren will: Man sollte die Reise immer so planen, dass man bei Niedrigwasser am Wendepunkt (Tonne 13) ist. Dann kann man immer von der Gezeitenströmung profitieren und muss nicht (oder nicht viel) Gegenan.

Ich nehme als „Peilmarke“ für NW in diesem Fall den Leuchtturm „Alte Weser“. Der ist zwar etwas weiter draussen, aber sooo genau kommts auch nicht drauf an. Dort ist NW eine Stunde vor Bremerhaven. Von der Schleuse Hooksiel bis zur Doppeltonne 13 in der Weser sind es ca. 14 sm. Bei 5 Knoten wären das knapp drei Stunden, aber Dank des Gezeitenstroms schafft man das locker in zwei Stunden.

Wir fahren durch die Mittelrinne. Also von Hooksiel ins Jadefahrwasser bis zur Tonne 24. Das ist dann auch gleich die M14 der Mittelrinne. Man kann auch etwas über die Schillig-Reede schnibbeln, Wasser ist da genug (wir fahren ja bei ablaufendem Wasser recht kurz nach HW). Noch ein Hinweis zur Ansteuerung Hooksiel bzw. der Rausfahrt aus dem Vorhafen: Man soll sich ja immer an die Tonne H3 halten (ist auch in den Seekarten eingetragen), weil es dort sandige Untiefen gibt. Zwei Stunden nach HW ist da aber genug Wasser (für uns mit immerhin 1,45m Tiefgang), um es nicht gaaanz so genau zu nehmen.
In der Mittelrinne folgt man den M-Tonnen (die ziemlich weit auseinander liegen), das pummelige Leuchtfeuer „Mellumplate“ lässt man immer an Backbord und fährt einen grossen westlichen Bogen. In der Ferne kann man östlich schon den Windpark Nordergründe erkennen. Der bleibt auch immer da 🙂

So, irgendwann ist man bei der M4 und spätestens hier kann man nach Osten abbiegen und ab der Tonne 13 wieder südlich, Richtung Bremerhaven gehen. Ich bin mir sicher, dass man auch schon etwas eher rüber kann, möchte diese Empfehlung aber nicht aussprechen (Tiefgangabhängig). Ich selbst werde jedes mal wenn ich da bin etwas mehr schnibbeln und loten und mich so rantasten…

Nun folgt man dem Tonnenstrich nach Bremerhaven und gut ist. Das sind ca. 26 Meilen, die man mit dem Flutstrom durchaus in reichlich drei Stunden schaffen kann. Eher dauert es aber vier Stunden. Und wenn man so fahren muss, dass man nicht genau das NW „unten an der Tonne 13“ erwischt, dann kann es auch länger dauern…

Hinweis:
Entscheidet euch immer rechtzeitig, auf welcher Seite ihr die Tonnen passieren wollt! Die kommen sehr schnell näher, wenn die Strömung schiebt (SOG von 8 Knoten und mehr ist nicht unüblich).

Urlaub- Teil 2

Angela

Am Mittwoch sollte es wieder über die Weser nach BHV gehen. Eigentlich war die Überfahrt für Donnerstag geplant, aber wegen der Windverhältnisse (bei 5Bft müssen wir nicht da draussen sein) entschieden wir uns für eine frühere Anreise.

Bei Sonnenschein und wenig Wind segelten wir die Jade raus. Und in die Weser wieder rein waren die Wellen ziemlich kabbelig. Wir liefen mit Segel und Motor Richtung BHV. Wir bummelten ein wenig rum, was uns am späteren Tag noch ein wenig Spannung brachte…

Unterwegs sahen wir schon aus der Ferne mit den markanten grünen Segeln die „Alexander von Humboldt“ mit Kurs auf BHV.

Gegen 17:00 Uhr sah man schon deutlich die Columbus-Kaje, aber irgendwie kamen wir nicht näher. Der Wind hatte stark zugenommen und blies aus Ost seitlich auf unserSchiff. Tapfer kämpfte sich unser Boot durch die Wellen. Zum Glück war wenig Schiffsverkehr. Wir waren auch richtig froh, dass wir die Segel schon vor dem starken Wind geborgen hatten.

Als wir die Schleuse Neuer Hafen anfunkten, hatte sich das Wasser wieder beruhigt und wir hätten noch stundenlang rumdödeln können, tze!

Es ist einfach schön in BHV und zudem ist dieses Wochenende SeeStadtFest.

Erster Urlaub mit der Slocum

Angela

Am Samstag sind wir morgens zum Boot gefahren, denn wir haben nun 14 Tage ERHOLUNGS-Urlaub. Das Wetter war gut, wir haben uns an Bord eingerichtet und abends mit Bootsnachbarn/ Vereinskameraden gegrillt. Am 2. Tag war es richtig voll im Hafen, denn in Hooksiel sind auch Heringstage… Am dritten Tag haben wir nach dem Frühstück abgelegt und sind in den alten Hafen getuckert. Da es dort so rummelig war, schipperten wir Richtung Schleuse. Vor der Insel im Hooksmeer ließen wir das erste Mal mit unseren Boot den Anker fallen 😎

Gegen Abend segelten wir zurück an unseren Steg.

Endspurt nach Hooksiel

Angela

Am Freitag fuhren wir mit dem Wesersprinter nach Bremerhaven zu unserem Boot. Axel war an Bord seines Bootes geblieben und seine Begleitung für die Überfahrt war auch schon da.
Nach einem leckeren Abendessen gingen wir früh schlafen, denn am nächsten Tag wollten wir um 06:30 Uhr durch die Schleuse.

Am Samstag dann fuhren wir nach der Schleuse mit dem Feld der Rote-Sand-Regatta die Weser Richtung Nordsee😜 Die Tide zog uns raus bis fast vor Wangerooge. Wind war kaum, wir mussten mit Unterstützung des Motors segeln.

Wir waren recht froh, dass Axel uns mit seinem Boot begleitete. Das erste mal diesen Weg zu fahren ist schon aufregend. 😊

7 Stunden dauerte die Fahrt. Ein paar Robben haben uns neugierig umrundet, denn wir trieben zwischendurch mehr als das wir segelten…

Die Schleuse ins Hooksmeer öffnete ganz flott und wir holten uns unseren Steg- Schlüssel vom Schleusenwärter.

Dank der guten Beschreibung fanden wir fast unverzüglich unseren Liegeplatz. Wir mussten nur einmal in einer engen Boxgasse wenden und wieder rausfahren, weil es die falsche war….

Was noch zu tun ist

Holger

Meine erste Idee war, eine Liste von noch zu erledigenden Dingen rund um die Slocum zu erstellen, wo man das dann wunderbar abhaken kann.

Aber ich denke, das hat keinen Sinn 🙂 Es gibt doch immer was zu tun, so eine Liste ist unendlich. Der einzige Vorteil wäre: Ich vergesse doch immer wieder Kleinigkeiten, und so eine schriftliche Notiz könnte da helfen.

Was wir auf jeden Fall noch machen wollen: Das Deck muss wirklich gestrichen werden, und die Scheuerleiste braucht auch neuen Lack. Da kann man dann die Pinne auch gleich mit machen, die Handläufe auf dem Kajütdach natürlich auch. Das andere/ neuere Funkgerät wollte ich ja auch noch einbauen und hier und da müssen noch Haken hin, um Dinge aufzuhängen. Ausserdem… nee, ich lass das lieber mit der Aufzählung…

Ich werde Mängel, Ideen zur Verbesserung, dringende Dinge etc. so wie so in dem ein oder anderen Artikel erwähnen. Also erfährt es auch der geneigte Leser 🙂

Teil 3 der Hooksielreise

Holger

Am Montag kam die nächste Etappe von Elsfleth nach Bremerhaven die Weser runter, ca. drei bis vier Stunden Fahrt. Nachts hatte es gewittert und gehagelt und wir hofften, dass die Wettervorhersage sich doch noch erfüllt… und so war es auch: Bis mittag drehte der Wind günstig für uns, auch wenn es ständig nach Regen aus sah.

Gegen 15:00 Uhr legten wir ab Richtung Schleuse. Das Schleusen war keine große Sache, denn die Weser hatte fast Hochwasser. Draußen machten wir Fender und Leinen klar und zogen die Fock hoch. Bald könnten wir den Motor aus machen und machten um die vier Knoten Fahrt, dabei fuhren wir noch etwas gegenan. Vor Brake war die Weser sehr kabbelig. Das Wasser rauschte am Bug der Slocum vorbei… Hinter der Fähre Sandstedt dann entschieden wir uns, auch das Groß hoch zu ziehen. Am Tag vorher hatten wir noch ein Reff ins Gross gebunden, weil  ich das noch nie bei diesem Boot gemacht hatte und vorbereitet sein wollte. Ich liess es drinnen, denn Reff ausschütten kann man ja immer, wenn nötig. Jetzt, mit dem gerefften Gross dazu segelten wir mit 7+ Knoten. Ab und zu zeigte sich sogar die Sonne!

Leider ging die Fahrt nach ziemlich 3,5 Stunden zu Ende. In Bremerhaven angekommen, holten wir die Segel ein und die Schleuse in den Neuen Hafen hatte schon geöffnet. Das war noch recht spannend, denn unser kleiner Bukh musste ganz schön ackern, um uns gegen das ablaufende Wasser voran zu bringen. Leider öffnete mit dem Schleusentor auch der Himmel seine Schleusen und es regnete wie aus Eimern und der Wind fühlte sich an wie Sturm! Wo kam das denn her? Hatten sie im Jaich das schlechte Wetter eingefangen? Anlegen gegen „Sturm“ und Regen muss man auch mal gemacht haben…. wer es kennt, der weiss, wie hart das ist und einem Laien braucht man es nicht erklären. Selbstverständlich kam nach dem Anlegemanöver wieder die Sonne raus und der Wind lies nach.

Am Dienstag fuhren wir mit dem Wesersprinter nach Hause und am Freitag werden wir wieder zum Boot fahren. Der Plan: Samstag gehts auf die letzte Etappe nach Hooksiel!