Teil 2 der Hooksielreise

Holger

Unsere Mitreisenden auf der „Kairos“ haben tatsächlich am Sonntag nette Mitglieder vom SWE getroffen, die bei der Bedienung des Mastkranes halfen (der Kran hat neue Winden etc., auf keinen Fall darf da ein Uneingewiesener ran). Ruckzuck war der Mast ihres Schiffes gestellt.

Nachmittags um 15:00 Uhr stand unser Mast dann auch, den wir dank Spi-Baum, zweitem Vorstag und Ankerwinde mit Seilrolle selbst an Bord stellen können. Es hat alles gut funktioniert. Als wir allerdings die Stecker der durch den Mast gehenden Kabel verbinden wollten, viel uns auf, dass das Kabel für die Funkantenne nicht auf der richtigen Seite des Mastes lag! Nun bräuchten wir eine Verlängerung, um das zu verbinden. Funken können wir damit nicht. Man lernt immer was dazu… wir werden aber frühestens in Hooksiel den Mast wieder (etwas) legen, um das zu klarieren. Vielleicht nutze ich auch die Gelegenheit für eine neue Antenne, denn das betagte RT 5100-Funkgerät wollte ich eigentlich durch unser Lowrance (vom Motorboot) ersetzen, auch wenn das alte Gerät auch dank des „Telefonhörers“ echt cool ist. Aber das eilt nicht ganz, denn zur Not haben wir auch noch eine Handfunke an Bord.

Dann wurde noch in aller Ruhe das Rigg gespannt, so nach Handgefühl, und dann hatten wir uns aber ein Bierchen verdient: „Wenns klappt, gibts eine halbe Flasche Bier für jeden! Jawohl, Herr Kaleun!“

Segelboote in Elsfleth
Beide schief? Neee…

Überführung nach Hooksiel oder langes Wochenende 1.Mai

Angela

Da wir gemeinsam mit anderen Seglern aus dem OYC in Richtung Küste los wollten, begann die Reise am 28.04. etwas ungeordnet, denn: wir sind zwar vom Motorbootfahren auf der Hunte gewohnt, auf Tide und Brückenöffnungszeiten zu achten. Und das sind die Segler auch, aber jeder hat irgendwie seine eigenen Erfahrungen mit der Hunte gemacht. Die Frage ist immer: Den Mast in Oldenburg stellen und dann Brücken anfunken, oder Mast gelegt lassen und das damit flachere Schiff ausnutzen, um unter den geschlossenen Brücken durchzurutschen? Somit ging der erste Abschnitt der Reise in unseren eigenen Stadthafen😂

Dort warteten wir gemeinsam auf das Hochwasser, so dass wir mit (fast) ablaufend Wasser die Hunte runterfahren können. Die Eisenbahnbrücke öffnete für uns (nicht ganz pünktlich) und wir hatten quasi freie Fahrt..

Die Reise auf der Hunte ging gut, ohne Regen🍀

Die Schleuse zum SWE Elsfleth empfing uns fast ohne Verzögerung und nett wie immer wurden wir durchgeschleust (nachdem wir bezahlt hatten).

Erste Etappe geschafft!

Heute zu Wasser gelassen

Angela

Im OYC wird traditionell geslippt, so richtig mit Trecker und Winde und vielen Leuten undundund. Und eigentlich geht immer irgendwas schief. Heute war es zunächst das Wetter, welches uns gehörig einen Strich durch den Zeitplan machte: Es regnete ununterbrochen.

Es standen auch noch einige andere Boote im Weg, sodass erst rangiert werden musste, um Platz zum Slippen zu schaffen.

Als es endlich so weit war, hatte die Tide schon gedreht. Das ablaufende Wasser machte das Loskommen vom Trailer schwierig. Und gleich nach der Slip-Rampe kommt der erste Dalben vom Steg, ein grosses dickes gelbes Beton-Ungetüm. Da sind wir natürlich gegen getrieben. Aber Dank der Hilfe von Club-Kameraden kamen wir auch da frei und konnten endlich fahren.

Letztendlich liegt sie aber nun am Steg😉